Vermischtes Wie bei den kleinen Römern

10.07.2009, 08:25 Uhr

Schon bei den Römern sollen Kinder Hickelkasten gespielt haben. Bei dem Spiel wird gehüpft

Hickelkasten gibt es auf der ganzen Welt. Spieleforscher haben entdeckt, dass Kinder in Birma auf einem ähnlichen Diagramm hüpften wie Kinder in den USA. Allein in Deutschland gibt es bis zu zwanzig verschiedene Muster, in denen herumgesprungen werden kann. Auch die Art des Hüpfens variiert: In manchen Ländern hüpfen die Kinder in gebückter Haltung, anderswo halten sie die Hände in den Hüften.

So wird es gemacht: Zuerst malt ihr mit Kreide ein Muster auf eine Fläche. Das Muster besteht aus neun Kästchen. Jedes Kind bekommt einen flachen Stein. Der Stein muss jeweils von Feld 1 bis zu Feld 9 geworfen werden. Wird das entsprechende Feld getroffen, beginnt das Kind auf einem Bein loszuhüpfen. Ziel ist Feld 9. Feld 5 und 6 betritt man dabei mit beiden Beinen, um danach in Feld 7 wiederum auf nur einem Bein zu landen. Die Felder 8 und 9 sind wieder beidbeinig zu absolvieren. Hier darf man sich auch ausruhen. Für den Rückweg vollführt man eine halbe Drehung, landet abermals beidbeinig auf 8 und 9 und gelangt nun hüpfend wieder zum Anfang zurück, wobei man zuvor noch den Stein ein Feld vor dessen Lage aufsammeln muss.

Es gibt aber auch Schwierigkeiten bei Hickelkasten: Der nächste Mitspieler ist an der Reihe, wenn der Stein außerhalb oder auf der Linie des ausgesuchten Feldes landet, ein Kind auf die Umrandung springt, einen Sprung oder den Stein beim Rücklauf vergisst, aus dem Gleichgewicht kommt oder mit beiden Füßen den Boden an einer unerlaubten Stelle berührt.

Eine andere Variantewird „Himmel und Hölle“ genannt. Dabei sind die beiden obersten Kästchen im Muster die Hölle und der Himmel. Zudem gibt es noch ein Kästchen, das Post heißt. Landet der Stein in der Hölle, muss das Kind von vorne anfangen. Landet der Stein im Himmel, darf sich das Kind ausruhen. Landet der Stein in der Post, darf das Kind weder sprechen noch lachen.