Vermischtes Wichtiger Anschluss an den Radweg in das Meller Zentrum

17.12.2002, 23:00 Uhr

Bürgermeister Josef Stock lobte die gute und kooperative Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt Osnabrück und nannte u. a. den Meller Bauamtsleiter Johannes Muhle. Jüngstes Beispiel dafür ist der Bau des rund 3,5 Kilometer langen Radweges entlang der nördlichen Seite Riemsloher Straße von Riemsloh nach Gerden bis zum Segelfliegerweg.

Es handelt sich um den Anschluss an das Meller Stadtzentrum und das schon vorhandene Teilstück an der Landesstraße 91. Insbesondere der Ortsrat Riemsloh hat sich in den vergangenen Jahren aus Gründen der Verkehrssicherheit für die Realisierung dieses Vorhabens eingesetzt. Nun hofft man darauf, dass Autofahrer demnächst das Fahrrad nutzen, um nach Melle-Mitte zu gelangen.

Als Termin der Fertigstellung wurde beim Baubeginn der Sommer 2003 genannt. Die Baukosten für den Radweg belaufen sich auf knapp 400 000 Euro. Die Ausführung erfolgt in Beton. Der ist deutlich länger haltbar als Asphalt, weisen die Experten auf Kostenersparnisse in Zeiten knapper Kassen hin.

Es handelt sich um die letzte Radwegebaumaßnahme an einer Landesstraße im Grönegau in den nächsten Jahren. Die jetzige SPD-Landesregierung hat bekanntlich einen Planungs- und Baustopp bis 2006 verhängt. Die Stadt Melle hofft nach Aussage von Stock auf "bessere Einsicht" auch im Sinne des Baugewerbes und seiner Beschäftigten, zumal es genügend Aufgaben und Arbeit gebe. Einziges, aber ein großes Handicap ist der Geldmangel der öffentlichen Hand, insbesondere von Land und Bund. Ein Vertreter der mit der Baumaßnahme beauftragten Firme sagte, die kalkulierten 2 750 Arbeitsstunden würden nicht einmal ein Prozent des Auftragsbedarfs für die Beschäftigung der rund 300 Mitarbeiter des Unternehmens ausmachen. Dennoch sei man sehr dankbar für diesen Auftrag, trage er doch zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.

Gleichwohl herrscht große Zufriedenheit darüber, dass es mit dem Radweg an der L 90 nun doch noch geklappt hat. Daran haben viele Beteiligte einen großen Anteil würdigte der Meller Bürgermeister das Bemühen vieler Stellen. Er erinnerte an Probleme beim Grunderwerb, die rechtzeitig gelöst werden konnten und dankte allen Eigentümern, die Flächen für diese Vorhaben abgaben , für ihr Mitwirken.

Die Kosten für die Gesamtbaumaßnahme belaufen sich auf rund 644 000 Euro, erklärte Bauoberamtsrat Friedrich Schulte, Sachgebietsleiter im Straßenbauamt Osnabrück. Darin enthalten sind notwendige Brückenbauwerke und eine Querungshilfe. Die Stadt Melle beteiligt sich an der Finanzierung mit 100 000 Euro, um einige Sonderwünsche zu erfüllen. Dazu gehört u. a. eine Querungshilfe und die Verlagerung des Radweges auf die südliche Seite vor dem Ortseingang Riemsloh.

Die mit der Planung und der Bauabwicklung beauftragte Firma richtet einen besonderen Service für die Anwohner ein, die während der etwa halbjährigen Bauzeit mit Belästigungen zu rechnen haben. Georg Naundorf als Ansprechpartner ist unter der Rufnummer 0170 5 17 48 91 erreichbar. Er sicherte zu, sich unverzüglich einzuschalten und zu kümmern, sollte es Probleme geben.