Vermischtes Waschmaschine mit Netzanbindung soll Strom und Wasser sparen

14.02.2002, 23:00 Uhr

Der Traum vom Kühlschrank mit Internet-Anbindung, der selbsttätig Lebensmittel bestellt und Rezepte aus dem Netz lädt, wird Wirklichkeit: LG Electronics bringt noch in dieserm Jahr die erste Serie mit Internet-fähigen und vernetzbaren Haushaltsgeräten auf den Markt.

Herzstück des neuen Haushaltsgeräte-Sortiments mit Web-Anbindung, das in den USA bereits ab dem Frühjahr 2002 ausgeliefert wird, ist ein „Internt-Kühlschrank", der mit einem 15-Zoll-LCD-Monitor, Videophone, Kamera, einem elektronischen Stift und einer Schnittstelle für die Internet-Verbindung und das Heimnetzwerk ausgestattet ist. Nach Angaben von LG kann die Kühlbox Musik abspielen und als Fernseher genutzt werden, sie empfängt und versendet E-Mails und stellt Verbindungen zum Internet her, über die sich Verbraucher Preisinformationen über Produkte, Ernährungstipps Rezepte oder Kochkurse herunterladen können. Außerdem kann der „Internet-Kühlschrank" den Wartungsturnus anderer Haushaltsgeräte überwachen und als Steuerzentrale für weitere Küchengeräte mit Internet-Anbindung fungieren.

Bislang stehen dem vernetzten Kühlschrank von LG eine „Internet-Mikrowelle" und eine „Internet-Waschmaschine", der so genannte „Internet Turbo Drum Washer", zur Seite. Die Mikrowelle verfügt über ein eingebautes Modem und ein LCD-Display. Sie soll Nutzer über die Internet-Verbindung auf voreingestellte Seiten führen, auf denen spezielle Informationen übers Kochen mit Mikrowellen zu finden sind und auf diese Weise sogar lernen können, ganz automatisch zu kochen. Nutzer können ihre Lieblins-Kochseiten mit der Mikrowelle „bookmarken" und sie ebenfalls selbsttätig Lebensmittel über Internet ordern lassen.

Rund macht das Sortiment der weißen Ware mit Webanbindung die „Internet-Waschmaschine", mit der es z., B. möglich ist, spezielle Zusatzwaschprogramme aus dem Netz herunterzuladen, die zu besseren oder strom- bzw. wassersparenderen Waschergebnissen führen. Außerdem kann die Waschmaschine auch über Internet ferngesteuert werden. LG will die neuen Gerät im April auf einer Küchenmesse in Orlando präsentieren. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren über 15 Millionen US-Dollar in die Entwickung der verwebbten Haushaltsgeräte investiert, allein in den Kühlschrank sind 12 Millionen Dollar geflossen. Federführend waren dabei Koreaner, die bereits im Jahr 2000 den ersten Prototyp eines Internet-Kühlschranks vorstellten.

LG-USA