Vermischtes War Menke Anlass für Kündigung?

03.07.2009, 22:00 Uhr

Der politische Wirbel um die Volkshochschule (VHS) Papenburg geht auch nach der Berufung von Karl-Heinz Menke zum Interimsgeschäftsführer der in finanzielle Schieflage geratenen Bildungseinrichtung weiter. Der Fraktionschef des Unabhängigen Bürgerforums (UBF) im Papenburger Rat, Dr. Volker Eissing, macht Bürgermeister Jan Peter Bechtluft und der CDU erneut schwere Vorwürfe.

Eissing zufolge hat es vor der fristlosen Kündigung der bisherigen Geschäftsführerin Christiane Thoben-Block ein Gespräch zwischen ihr, dem Bürgermeister, dem Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC und Menke gegeben. Stadtsprecher Matthias Heyen wies dies gestern auf Anfrage zurück. „Das kann definitiv dementiert werden“, sagte Heyen. Eissing bleibt hingegen bei seiner Darstellung. Er nimmt zudem an, „dass die Präsentation Menkes in dem Gespräch der Anlass für die unmittelbar folgende Kündigung von Frau Thoben-Block war“.

„Die bisher bekannten Vorgänge zeigen deutlich, dass bei der VHS die interne und externe Kontrolle vollständig versagt haben“, so Eissing weiter. Nun sollten auch die Oppositionsfraktionen in die Verantwortung für die alten Fehler gerissen werden. Menke sei als Kandidat für die Interimsgeschäftsführung offensichtlich ohne Beteiligung der Ratsgremien ausgesucht worden. „Der Rat durfte allerdings für die Arbeit des Sanierers bis zu 500000 Euro bewilligen“, so Eissing.

Darüber hinaus sieht der UBF-Fraktionschef alle Vorwürfe gegen den bisherigen Leiter des VHS-Fachbereiches Buko (Büro und Kommunikation), Guntram Dubke, entkräftet. Eissing fordert die CDU und Bechtluft erneut auf, Dubke, Thoben-Block und alle Buko-Mitarbeiter öffentlich zu rehabilitieren.

Bechtluft hatte den Vorwurf des UBF und auch der FDP, Menke als Kandidaten „längst an der Hand“ zu haben, in einer in unserer gestrigen Ausgabe veröffentlichten Stellungnahme in mehreren Punkten zurückgewiesen.