Vermischtes Umfangreiche Wiederaufforstungen nach Bau der Haselünner Umgehungsstraße

24.07.2009, 07:42 Uhr

Die Zahl ist beachtlich: Annähernd 60000 Pflanzen hat die Stadt Haselünne auf einer Fläche von knapp sechs Hektar als Ersatzaufforstung für Areale setzen lassen, die für die Westumgehung bzw. die Südwestumgehung abgeholzt werden mussten.

Im Dezember 2008 war mit der Kompensationsmaßnahme in Eltern auf einer Gesamtfläche von 5,24 Hektar begonnen worden. Im Vorfeld dazu durchgeführte Bodenuntersuchungen und Standortkartierungen waren mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland vor Ort besprochen und abgestimmt worden.

Die Ersatzaufforstungen wurden unter forstfachlicher Beratung des Forstamtes Emsland im Auftrag der Stadt Haselünne durchgeführt. Für die Bepflanzung wurden Gehölzarten der potentiell natürlichen Vegetation genutzt. Wie Bezirksförster Andreas Kopka, Diplomingenieur für Forstwirtschaft, bei einem Ortstermin erläuterte, dominieren die Roterle und die Esche in den so genannten wasserwechselnden Bereichen. In den trockneren Abschnitten sind die Stileiche mit Hainbuche die bevorzugten Pflanzen.

In Eltern wurden 1400 Eschen mit einer Höhe von 1,2 bis 1,5 Metern und 8200 etwa ein Meter große Roterlen, 8000 ebenfalls einen halben bis einen Meter hohe Stieleichen und 2850 Hainbuchen gesetzt. Hinzu kommen komplette Waldrandgestaltungen mit insgesamt 1850 standortgerechten verschiedenen Straucharten wie Kornelesche, Schneeball, Schwarzer Holunder und Ebereschen. Außerdem wurde ein 750 Meter Wildschutzzaun gegen Reh- und Hasenverbiss gezogen.

An der Lingener Straße wurde im Februar mit 6000 Stieleichen, 1000 Hainbuchen und 1000 Sandbirken sowie 900 Sträuchern ersatzgeforstet. Auch diese Fläche wurde gegen Wildverbiss eingezäunt.

Zum Schutz der Sämlinge waren auf der Fläche im Vorfeld 50 Kilo Futterroggen eingesät, der andere Vegetationsformen (Unkraut wie zum Beispiel die Quecke) verdrängt hat. „Dadurch schaffen wir der Forstpflanze optimale Wachstumsbedingungen“, erläuterte Kopka Erstem Stadtrat Bernd Herbers und Bauamtsleiter Martin Pohlmann bei dem Ortstermin.

Die Kosten der Ausgleichsmaßnahme bezifferten die Vertreter der Stadt Haselünne mit annähernd 46000 Euro. „Wir haben mit dieser Fläche von über sechs Hektar mehr angepflanzt, als gefordert ist“, betonte Herbers.