Vermischtes Trommeln für Koi und Bonsai

28.07.2009, 22:00 Uhr

Koi und Bonsai: Die asiatische Zuchtform des Karpfens und die fernöstliche Art der Gartenkunst boten zum dritten Mal die Kombination für eine gemeinsame Ausstellung von Jutta und Hans-Werner Lauxtermann sowie Heinz Lücking.

Für Aufmerksamkeit sorgte zudem eine weitere asiatisch geprägte Aufführung: Die Gruppe Hoshidaiko führte die jahrhundertealte Tradition japanischen Trommelns vor. Veranstaltungsort war die Koifarm Hagen, die Jutta Lauxtermann seit einigen Jahren betreibt. Die Hagener Familie hatte auf ihrem Grundstück schon immer Teiche gehabt. Vor zwölf Jahren kam sie dann auf den asiatischen Zierfisch, für den auch einige Umgestaltungen im Garten nötig wurden. Denn Kois brauchen Teiche mit einer Mindesttiefe von 1,50 Metern. Mit zehn Exemplaren dieser Karpfensorte begann das Ehepaar. Da viele Leute vorbeikamen und Interesse zeigten, entschied sich Jutta Lauxtermann schließlich, Fische zu verkaufen sowie Zubehör wie Filteranlagen, Futter, UV-Lampen und Wasseraufbereitungsmittel. Mittlerweile haben die beiden drei Teiche angelegt und weitere zwölf Fischbassins, so genannte Hälterungen.

Kois können bis zu 70 Zentimeter groß und bis zu 60 Jahre alt werden. Neben entsprechenden Teichen braucht man für das Halten der Fische gute Filteranlagen, sagt Hans-Werner Lauxtermann. 600 bis 800 Euro muss man hierfür investieren. Doch die Hagener haben nicht allein Kois im Angebot, insbesondere registrierten sie zuletzt eine große Nachfrage nach Stören.

Partner ihrer Ausstellung war Heinz Lücking, der sich bereits seit 20 Jahren mit Bonsais beschäftigt. Eine seiner besonderen Kreationen: eine japanische Sicheltanne. Die wichtigsten Arbeitsschritte: Bonsais benötigen tägliche Pflege und müssen wöchentlich gedüngt werden. Dazu kommt regelmäßiges Schneiden und alle zwei bis drei Jahre Umtopfen und Wurzelbeschnitt. Das Ergebnis kann beispielsweise eine Eiche mit 60 Zentimeter Höhe sein oder ein gerade einmal 15 Zentimeter großer Apfelbaum mit Früchten in der Dimension von Cocktailkirschen. Insgesamt dreißig Bonsais präsentierte er bei der Ausstellung. Jungpflanzen sind bereits ab zehn Euro erhältlich. Für jahrelang gepflegte Bonsais legen Liebhaber aber durchaus auch vierstellige Beträge auf den Tisch. Kein Wunder also, dass Lücking von „lebenden Kunstwerken“ spricht, an denen die Arbeit nie abgeschlossen ist.