Vermischtes Taub und trotzdem hören

07.07.2009, 22:00 Uhr

In Münster fand der vierte bundesweite Aktionstag zum Cochlea Implantat (CI) statt. In der CI-Selbsthilfegruppe sind auch Emsländer vertreten Auf einem Aktionsstand informierten die Gruppe die Bevölkerung in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Ein Cochlea Implantat (kurz: CI) ist eine Innenohrprothese für hochgradig schwerhörige und gehörlose Kinder oder Erwachsene, denen herkömmliche Hörgeräte wenig oder gar keinen Nutzen mehr bringen. CIs wandeln Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke (lat.: Cochlea) stimuliert wird. So können Sprache und Töne wieder wahrgenommen werden. Ein CI besteht aus zwei Teilen, und zwar aus dem Implantat, das hinter dem Ohr unter die Haut implantiert wird, und aus dem Sprachprozessor (SP) mit der Sendespule, der wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen wird.

„Wir wollten speziell die Menschen ansprechen, die zukünftig ein Cochlea Implantat bekommen und ihnen den Weg dorthin etwas erleichtern. Aber natürlich richtete sich unser Informationsangebot auch an CI-Träger, gehörlose Menschen und Menschen mit Hörbehinderung“, erklärte Ewald Ester aus Messingen.

In diesem Jahr stand der Aktionstag unter dem Motto: „Kommunikation – der Schlüssel zur Gemeinschaft“. Koordiniert wurde der bundesweite Aktionstag von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft.

Die CI-Selbsthilfegruppe Münster ist offen für Patienten aus NRW und dem Emsland, besteht aktuell aus 30 Mitgliedern und trifft sich viermal im Jahr in der Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des UKM am Kardinal-von-Galen-Ring 10 in Münster..