Vermischtes Supernett

16.07.2009, 22:00 Uhr

Ob es nun um einen verschluckten Verlobungsring oder einen Feuerschlucker ging, um absurde Berufe wie „Bodenmantelforscher“ oder Zufallsbegegnungen in Paris – wer sagt, der Alltag halte keine Überraschungen parat, wurde hier eines Besseren belehrt.

Denn was die Anästhesistin Fontaine (grandios: Emmanuelle Davos) hier erlebte, darf man wohl als die „stets überraschende Absurdität des Lebens“ bezeichnen. Ständig verwechselte die Ärztin etwas oder wurde verwechselt – mit grotesk-komischen Konsequenzen.

Kein Zweifel, da war sie also mal wieder, die typisch französische Komödie – intellektuell, mit pointierten Dialogen und wunderbaren Schauspielern (unter anderen auch Lambert Wilson, Bruno Todeschini, Bulle Ogier und Michael Lonsdale). Und mit vielen Vorbildern. Ob Eric Rohmer, Pascal Bonitzer (dem im Nachspann gedankt wurde) oder Luis Buñuel – es waren zweifellos die ganz großen Autorenfilm-Vorbilder, die hier Pate standen.

Umso schöner, dass Regisseurin Sophie Filliers dennoch eine eigene Note fand, ohne ihre Vorbilder zu verleugnen. Très charmant: Selten waren Filmtitel und Ergebnis so synonym wie hier.