Vermischtes Störrische Esel

06.07.2009, 22:00 Uhr

Auch wenn ihnen ein störrischer Charakter nachgesagt wird – eigentlich sind Esel ganz liebenswerte Tiere. Dass sie im Lernstandort Noller Schlucht gestern trotzdem nicht gern gesehen waren, lag allein an den Spielregeln. Schließlich gilt beim „Eselspiel“ derjenige als Verlierer, der am Ende das Grautier auf seiner Seite hat.

Von einer Reise nach Dänemark brachte Josef Frauenheim, Anleiter in der Tischlerei des Lernstandortes, die Idee zum lustigen Spiel um Zahlen und Vierbeiner mit. „Wir haben es in unserem Ferienhaus entdeckt und riesig viel Spaß damit gehabt.“

Den haben künftig auch die acht Jungen und Mädchen, die im Rahmen der Ferienspiele zu MDF-Plättchen und Schleifpapier griffen. Denn für den ungetrübten Spielspaß mussten die Kanten der vorgesägten Plättchen noch gründlich abgeschliffen werden.

Bei jeweils 121 Quadraten dauert das ganz schön lange. Kurzentschlossen zog Saskia gleich vier Plättchen auf einmal über das lange Band des Schleifpapiers. Unermüdlich wuchsen die Türme, leerten sich die Holzkästen, die Josef Frauenheim den Kindern zur Verfügung stellte. Natürlich fanden darin auch einige Ersatzsteine Platz, damit ein eventueller Schwund im Kasten die Freude am Spiel nicht trübt. Dessen wichtigste Regel ist schnell gelernt: Aus dem zunächst ungeordneten Haufen der beschrifteten Plättchen sollen sechs Türme in aufsteigender Zahlenfolge von 1 bis 20 entstehen.

Doch was einfach klingt, entpuppt sich schon bald als echte Herausforderung, wenn die Mitspieler ihre Plättchen kurzerhand beim Nebenmann ablegen oder ihm unversehens den ungeliebten Esel unterschieben.

Ein einfaches E für Esel? Das war den ambitionierten „Holzwürmern“ in der Tischlerei doch zu wenig.

Nur gut, dass Josef Frauenheim eine Vorlage und Kohlepapier zum Abzeichnen fand. „Ich arbeite gerne mit Kindern“, erklärte der Anleiter, der für den Ferienpass stets auf der Suche nach kreativen Spiel- und Werkideen ist. Und dabei bleibt neben der Arbeit an der Werkbank auch genug Zeit, die neuen Spiele auszuprobieren.

Ohnehin ist der Lernstandort immer wieder Schauplatz attraktiver Angebote. Josef Frauenheim sieht die jungen Besucher gerne: „Hier ist eigentlich immer was los!“