Vermischtes Steigerung der Produktion durch neue Halle

23.07.2009, 22:00 Uhr

Die Wirtschaftskrise hat das Bad Iburger Drahtseilwerk Vorn bäumen kaum getroffen. So schaut das 1889 gegründete und von Wachstum geprägte Familienunternehmen optimistisch in die Zukunft. Mit dem Bau einer neuen Produktionshalle soll die weltweite Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben und die Arbeitsplätze gesichert werden.

Zum ersten symbolischen Spatenstich auf dem Werksgelände in der Nähe des Bahnhofs war auch die FDP-Landtagsabgeordnete Gabriela König gekommen, die sich bei dieser Gelegenheit einen Einblick in die Produktionsvielfalt der verschiedensten Stahlseile verschaffte. So werden Seile, Drähte und Litzen für den Bergbau, die Schifffahrt, Krananlagen, Winden und Aufzüge gefertigt, aber auch Seile für die Automobilindustrie oder feinste Drähte für medizinische Eingriffe. Dazu kommen Präzisionskunststoffröhrchen für Betätigungszüge. Mit rund 165 Mitarbeitern im Stammwerk Bad Iburg und dem Zweigwerk in Allstedt (seit 1993) erzielte die Firma Vornbäumen 2008 einen Umsatz von knapp 30 Millionen Euro. Die Exportquote liegt bei 55 Prozent. Besonders in Asien konnte der Marktanteil in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden.

Die neue 1200 Quadratmeter große Produktionshalle dient der Vorbereitung der Drähte. In der geplanten Halle werden die von den Stahlhütten gelieferten rohen Walzdrähte durch Vorbehandlung und Reduzierung des Umfangs zu sogenannten Vorzugsdrähten verarbeitet. Mit der neuen Maschinenausstattung, die übrigens fast ausschließlich in der eigenen Maschinenwerkstatt selbst gefertigt werden, werden höhere Geschwindigkeiten erzielt, sodass die Produktionskapazität von 10000 auf 12000 Tonnen gesteigert werden kann. Auch der Patentierofen mit Bleibad soll im zweiten Bauabschnitt ausgewechselt werden, um so schnellere Durchlaufzeiten zu erreichen. Dazu kommt eine Erweiterung des Versandbereiches.

Rund vier Millionen Euro investiert Vornbäumen in das Projekt in den nächsten zwei Jahren. Aufgrund der hohen Umweltverträglichkeit fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Maßnahmen mit einer Million Euro.