Vermischtes Spektakuläre Schaunummern zum 75-jährigen Bestehen

19.07.2009, 22:00 Uhr

Mit einer großen Gästeschar und der „Rheder Nacht der Pferde“ hat der Reit- und Fahrverein (RFV) der Gemeinde am Samstagabend sein 75-jähriges Be stehen gefeiert.

Mit Zufriedenheit stellte Vorsitzender Thomas Lüssing-Hauert nach dem Einmarsch der Standartenabordnungen der Reitervereine des Kreisreiterverbandes Aschendorf-Hümmling und den Begrüßungsklängen der Jagdhornbläser des Hegerings Rhede fest: „Der Reit- und Fahrverein Rhede hat einen großen Bekannten- und Freundeskreis.“ Zum Festkommers begrüßte er unter anderen den Ehrenvorsitzenden Hans Döbber-Rüther sowie die Freunde der niederländischen Partnervereine NETA, Omlandia und Ponyklub Blijham.

Ein besonderes Wort gönnte Lüssing-Hauert auch dem Heimatverein Rhede, der durch seine Ausstellung „Das Pferd, der Wegbegleiter“ dem Jubiläumsjahr eine besondere Note verleihe. Dank zollte der Vorsitzende dem ehemaligen Ponyklub Rhede, der im RFV aufgegangen sei, und würdigte diesen mit einer Bilderpräsentation.

Lüssing-Hauert dankte allen, die in den vergangenen 75 Jahren zum Wohl des Vereins gearbeitet und ihn zu dem gemacht hätten, was er heute sei. Er rief die Mitglieder des Vereins dazu auf, gemeinsam an den nächsten 25 Jahren zu bauen, damit man dann den 100. Geburtstag feiern könne.

Heinrich Koonert, Vorsitzender des Bezirksverbandes emsländischer Reit- und Fahrvereine, lobte den linksemsischen Reiterverein, der zu Recht mit Stolz auf die vergangenen 75 Jahre schauen dürfe. „Ihr habt hier mit Engagement eine große Reithalle und ein großzügiges Reitgelände geschaffen.“ Gerd Hoffschröer, Präsident des Kreissportbundes Emsland, gratulierte zu „den sportlichen Erfolgen der Jugend im RFV Rhede“. Bürgermeister Gerd Conens sprach allen Ehrenamtlichen im RFV Rhede seinen Dank für das Engagement zum Wohle der Gemeinde aus. Die Glückwünsche des Landkreises Emsland überbrachte Kreistagsmitglied Peter Hackmann, die des Kreisreiterverbandes Aschendorf-Hümmling dessen Vorsitzender Franz-Josef Bruns.

Pünktlich zum Ende des Festaktes machten die Regenwolken der Abendsonne Platz, sodass zur „4. Rheder Nacht der Pferde“ – erstmals „open air“ und teilweise unter Flutlicht – wieder angenehmes Wetter herrschte. Gut 500 Zuschauer erlebten zwei Stunden lang Pferdesport, Pferdezucht und spektakuläre Nummern wie die „Ungarische Post“ mit Stefan Ostermann aus Berne in der Wesermarsch. Er ritt stehend auf zwei Pferden über den Springplatz. Eindrucksvoll auch der Zweikampf zwischen den mit einem Quad fahrenden Heinz Lange und dem Niederländer Jan Koolhoff (Omlandia) mit seinem Zweispänner. Das Spektakel entschied Lange für sich.

Schaufahren niederländischer Ein-, Zwei- und Vierspänner sowie des Vorsitzenden Thomas Lüssing-Hauert ließen die Zuschauer Ästhetik im Umgang mit dem vierbeinigen Sportkameraden Pferd genießen. Ganz nach dem Geschmack der Fans an der Bande des Springplatzes das „Mächtigkeitsspringen“ Vater gegen Tochter, Groß gegen Klein. Karl-Heinz Dettmer aus Rhede mit der Stute Batida überkam nach dem dritten Stechen das Grausen, er verzichtete auf einen vierten Versuch. Dagegen zeigte seine gerade erst sechs Lenze zählende Tochter Emely auf ihrem Pony „Nicki Lauder“ Biss und nahm da erst den Wettkampf auf und siegte prompt.