Vermischtes Sind die Grafschafter auf dem Vormarsch?

30.07.2009, 22:00 Uhr

Standen in den beiden ersten Bezirksligajahren mit Concordia Emsbüren und danach mit BW Papenburg noch zwei emsländische Mannschaften auf dem Spitzenpodest, ist es in der letzten Saison der FC Schüttorf 09 gewesen. Und auch im jetzt anstehenden Spieljahr sind Meisterschaft und Aufstieg erneut für ein Team aus der Grafschaft Bentheim möglich. Der SV Union Lohne und der SV Bad Bentheim rücken in den Fokus.

Ganz hoch gehandelt wird Union Lohne, das seine Einkaufspolitik, Spieler zurück nach Lohne zu holen und die eigene Jugend verstärkt in den Kader der 1. Mannschaft einzubauen, erfolgreich abgeschlossen hat. Patrick Foppe und Benny Brauer vom TuS Lingen, Tim Meiners vom SC Spelle-Venhaus – das sind allesamt Größen, die nicht nur gesetzt sind, sondern darüber hinaus gerade dem Nachwuchs als Leitfigur dienen könnten. Auf der anderen Seite haben Spieler den Verein verlassen, die in der ihnen eigenen Art Individualisten sein mochten, denen aber mehr Teamfähigkeit und Unterordnung unter das Gesamtkonzept zu wünschen gewesen wäre.

Der Meistertitel führt vermutlich über den SV Concordia Emsbüren. Die Südemsländer haben den Vorteil, erneut über einen großen Spielerkader zu verfügen, und sie besitzen mittlerweile ein sehr gut aufeinander eingespieltes Team. Das stempelt sie auch dieses Jahr wieder zum Kreis der Favoriten.

Dahin gehört mittlerweile auch der SV Bad Bentheim. Kontinuierlich hat Trainer Michael Schmidt, der bereits in sein achtes Trainerjahr mit den Grafschaftern geht, die Mannschaft geformt und Stück für Stück zusammengesetzt. Aber: Reicht es schon für ganz oben? Schmidt ist schon mit weniger zufrieden.

Schwer haben werden es – wie bislang jedes Jahr – die Aufsteiger. Olympia Laxten, BW Dörpen, Union Emlichheim und SV Wietmarschen, die diesjährigen Newcomer , trauen sich allesamt den Klassenerhalt zu, wobei die Laxtener die besten Voraussetzungen dafür mitzubringen scheinen. Sie haben sich mit mehreren erfahrenen Bezirksligaspielern verstärkt: Thomas Altendeitering, Andreas Schröder, Johannes Felker und Sergej Lichatschov. Zudem verfügt die Mannschaft ohnehin über mehrere Akteure, die noch vor zwei Jahren bereits in der Bezirksliga für Olympia aktiv waren.

Mächtig strecken müssen sich die Sportfreunde Schwefingen, die im letzten Jahr nur mit knapper Not dem Abstieg entgingen.

Zwischen „Gut und Böse“ werden sich der SV Meppen II, der mit neuem Trainergespann Robert Thoben und Josef Menke antritt, und Sparta Werlte, das vor dem Jahr eins nach Trainer Marco Dehne nun auf die Anweisungen von Spielertrainer Johann Stenzel hören muss, bewegen. Dazu gehören vermutlich auch die Mannschaften von VfL/WE Nordhorn und Borussia Neuenhaus, während sich die Sportfreunde Schwefingen, der Haselünner SV, der VfL Emslage und wohl auch Raspo Lathen eher in der unteren Tabellenregion wiederfinden dürften.