Vermischtes Selbst ist das Mädchen

15.07.2009, 22:00 Uhr

Etwas zu „pimpen“ – aus dem Englischen für „aufmotzen“ – ist nicht nur wegen gleichnamiger Fernsehformate in. Bei der Ferienaktion „Pimp up your room“ konnten nun Kinder ihre eigenen vier Wände „aufmotzen“.

Hinter der neudeutschen Benennung verbarg sich ganz klassisches Nähen, mit dem sich die elf teilnehmenden Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren beschäftigten. Auf Sitzsäcken, Tagesdecken und Kissen in allen erdenklichen Farben und Formen lag dabei das Hauptaugenmerk der Nachwuchsschneiderinnen.

„Ich habe zu Hause schon eine Decke aus dem gleichen Stoff, die ich zusammen mit Mama erstellt habe“, sagte beispielsweise eine „Näherin“, die bei der dreitägigen Aktion hell- und dunkelblaue Sternkissen aus Samt fertigte. Dabei kämpfte das Mädchen nicht nur mit den Tücken der Technik. Obwohl sie eigentlich schon von der Schule her ein wenig Nähen konnte, fügte sie auch noch die Stoffe von der falschen Seite aneinander und musste noch einmal beginnen. Dafür sahen ihre Sterne am Ende aber auch ganz besonders gut aus.

Grundsätzlich suchten sich die Teilnehmerinnen der Aktion zunächst einen Gegenstand aus, den sie nähen wollten. Sehr beliebt bei den Mädchen waren runde, sternförmige, herzförmige oder auch ganz klassische Kissenbezüge. Aber auch Decken aus Patchwork und Bezüge für Sitzsäcke standen bei den Damen hoch im Kurs.

Nach dem Zuschnitt ging es an das Zusammenfügen der Teile. Das konnte je nach Stoff und erforderlicher Naht im Schwierigkeitsgrad von „relativ leicht“ bis „ganz schön anspruchsvoll“ variieren. Doch Damenschneiderin Christine Stühlmeyer, die Organisatorin der Aktion, stand stets mit Rat und Tat zur Seite.