Vermischtes Schnelles Internet auch für Spahnharrenstätte

30.07.2008, 22:00 Uhr

Die Deutsche Telekom AG wird die Gemeinde Spahnharrenstätte an ihr Breitbandnetz anschließen. Das hat die Telekom jetzt in einem Kooperationsvertrag mit der Gemeinde vereinbart. Bis Ende des Jahres sollen bis zu 326 Bürgerinnen und Bürger einen DSL-Anschluss mit Bandbreiten bis zu 16 MBit/s bekommen.

Da der Netzausbau für die Deutsche Telekom alleine nicht rentabel wäre, garantiert die Kommune das Erreichen einer Mindestkundenzahl. Auf diese Weise hatte sich im Juni bereits die Gemeinde Walchum den Anschluss ans Breitbandnetz gesichert. Wie Hubert Lager, Bürgermeister von Spahnharrenstätte, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, müssen nun innerhalb eines Jahres mindestens 108 Neukunden einen DSL-Anschluss bei der Telekom beantragen. „Ich habe aber absolut keine Bedenken, dass wir diese Zahl bald erreichen“, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich. In Unterschriftenlisten hätten bereits ausreichend viele Spahnharrenstätter verbindlich zugesagt, einen solchen Anschluss bestellen zu wollen.

Insgesamt können bis zu 326 DSL-Anschlüsse gelegt werden. Der Ausbau soll umgehend beginnen und kostet die Telekom Lager zufolge knapp 53000 Euro. Einziger Wermutstropfen: Aus technischen Gründen kann vorerst nur der Teil der Gemeinde mit Werlter Telefonvorwahl (05951) an das schnelle Breitbandnetz angeschlossen werden. Für die Anschlüsse mit Sögeler Vorwahl (05952) solle jedoch schnellstmöglich ebenfalls eine Lösung gefunden werden, so Lager. Bis dahin müssen die betroffenen Haushalte sich weiterhin mit langsamen Internetgeschwindigkeiten begnügen.

Nach knapp sechsmonatigen Verhandlungen mit der Telekom sei er nun „sehr froh, dass der Ausbau so schnell kommt“, sagte Lager. Vor allem die jüngere Bevölkerung habe zunehmend auf einen schnellen Internetanschluss gedrängt.

Die Deutsche Telekom setzt derzeit verstärkt auf Kooperationsverträge und hat eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr bereits mit 90 Gemeinden entsprechende Vereinbarungen getroffen. „Als einziger Anbieter investieren wir nicht nur in die lukrativen Ballungszentren, sondern treiben den Breitband-Ausbau auch in den ländlichen Gebieten voran“, so Jürgen Schneider-Akkurt, Verantwortlicher für den DSL-Ausbau der Telekom in der Region Nord. In Lathen allerdings hat unlängst auch Telekom-Konkurrent EWE TEL mit dem Ausbau des eigenen Breitbandnetzes begonnen.