Vermischtes „Reinwasser“ macht Station in Bad Essen

22.07.2009, 22:00 Uhr

Seit 28 Jahren ist das Laborschiff „Reinwasser“ vom Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse auf den Flüssen und Kanälen im Einzugsgebiet der Nordsee unterwegs. Nun wird die „Reinwasser“ wieder an der Liegestelle im Mittellandkanal bei der Brücke am Lockhauser Weg in Bad Essen anlegen.

Als besonderen Service bietet die Besatzung Brunnennutzern an, ihr selbst gefördertes Brunnenwasser zu untersuchen. Wasserproben können am Samstag, 25. Juli, von 10 bis 12 Uhr an Bord abgegeben werden. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird dann im Bordlabor durchgeführt, sodass der Bürger schon nach ein bis zwei Stunden je nach Andrang sein Ergebnis wieder abholen kann. Für diese Untersuchung haben die Umweltschützer die Kostenbeteiligung der Brunnennutzer diesmal auf zwölf Euro gesenkt.

Nitrat ist ein Bestandteil vieler Dünger in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Wurde zu stark oder zum falschen Zeitpunkt gedüngt, kommt es zu einer verstärkten Auswaschung und somit zu höheren Nitratkonzentrationen im Grundwasser. Außer der angebotenen Grunduntersuchung können auch coliforme Keime, halogenhaltige Pestizide und Schwermetalle gegen Übernahme der Kosten bestimmt werden. Da diese Analysen jedoch mehr Zeit benötigen, werden die Ergebnisse per Post zugesandt.

Zur Probenahme und Transport sind Mineralwasserflaschen besonders geeignet, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden. Die Flaschen sollten höchstens vier Stunden vor der Abgabe am Labormobil abgefüllt werden. Die Ergebnisse der weitergehenden Analysen mit einer Bewertung seines Wassers erhält der Brunnenbesitzer dann nach etwa zwei bis drei Wochen per Post zugesandt.