Vermischtes Reggae-Jam in Bersenbrück: Heute geht's richtig los

30.07.2009, 22:00 Uhr

Die ersten Camper sind schon etwas länger da. In Bersenbrück findet ab heute der „Reggae Jam“ statt, nach Internetabstimmungen das beliebteste Musikfestival seiner Art in Europa. Mit Dutzenden von Künstlern und Bands, an ihrer Spitze: Ali Campbell, Ex-Sänger der Band „UB 40“.

Zum Aufwärmen gab es am gestrigen Donnerstagabend bereits eine Party mit der Berliner Band „Tiger Hi Fi“ im Bühnenzelt auf dem Campinggelände. Nach dem Livekonzert gehört das Riddim-Zelt den „Soundsystems“, den Discjockeys, die ihre Auftritte gern mit kleinen Exklusiveinspielungen mit den Stars der Reggaemusikszene garnieren.

Am heutigen Freitag und am Samstag gibt es im Riddim-Zelt durchgehend von 12 bis 23 Uhr Programm, DJs wie etwa der BBC-Radiomoderator David Rodigan geben sich hier das Mikro in die Hand.

Heute Abend wird das Festival um 19 Uhr dann auch auf dem Hauptplatz eröffnet, im parkähnlichen Klostergarten, unter uralten Bäumen und vor der Kulisse mittelalterlicher Gemäuer. Am Samstag läuft ab 13 Uhr hier ein Liveprogramm auf zwei Bühnen bis in die Nacht, Sonntag geht es ab 11 Uhr weiter.

Star des Festivals dürfte zweifellos Ali Campbell sein, der mit der Band „UB 40“ und Ohrwürmern wie „Red Red Wine“, „I Got You Babe“, und „Kingston Town“ zu Weltruhm gelangte und vergangenes Jahr eine Solokarriere startete. Der Ex-UB-40-Sänger geht am Sonntag gegen 21.30 Uhr auf die Bühne.

Außerdem engagierte Festivalchef „Rasta-Bernd“ Lagemann unter anderen vier „Weltmeister des Sprechgesangs“: Lt. Stitchie, in Bersenbrück als Gospelsänger geschätzt, Papa San, General Bunny und Daddy Freddy, der es mit seiner Revolverklappe zu einem Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde brachte.

Um mehr Platz auf dem Festivalgelände zu schaffen, wurde eine der beiden Bühnen vor das Kreismuseum verlegt, die bunte Budengasse mit ihren Köstlichkeiten und Waren aus aller Welt wandert auf die benachbarte Freibadwiese aus. Dort gibt es auch einen Familienbereich mit vielen Spielmöglichkeiten.

Veranstalter, Kommune und Polizei haben ein Konzept abgestimmt, um dem laxen Umgang vieler Festivalteilnehmer mit den Drogen Haschisch und Marihuana zu begegnen. Auch auf einem Weltmusikfestival ist Haschischrauchen eine Straftat, stellt Polizeichefin Sinikka Schneider klar. Außerdem will die Polizei in Verkehrskontrollen verstärkt auf berauschte Autofahrer achten.

Wer aus Richtung Osnabrück anreist, sollte mehr Fahrzeit kalkulieren: Die B68 ist Baustelle von Hesepe bis Alfhausen, ab Freitag wird der Verkehr außerdem von Alfhausen über Neuenkirchen/Oldb. nach Bersenbrück umgeleitet. Bersenbrücks Marktplatz ist aus dieser Richtung wieder erreichbar.