Vermischtes Pilot rettet sich mit Fallschirm vor Absturz

05.07.2009, 16:26 Uhr

Beim Absturz eines Segelfliegers bei Badbergen ist der Pilot gestern mit leichten Blessuren davongekommen. Kurz nach dem Start auf dem Flugplatz Quakenbrück war der 20-Jährige aus Lohne wegen technischer Probleme mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug abgesprungen. Ein zweiter Zwischenfall mit einem anderen Segelflieger verlief am Samstag bei Fürstenau ebenfalls glimpflich.

Die genaue Ursache für den Absturz des Seglers am Sonntag ist noch unklar. Wie die Polizei in Bersenbrück mitteilte, habe der Pilot bereits während des Starts der Maschine beim Anschleppen mit einer Motorwinde technische Schwierigkeiten am Höhenruder bemerkt. Nur wenige Hundert Meter nach dem Abkoppeln des Schleppleine sei der 20-Jährige mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug abgesprungen. Beim Aufsetzen auf dem Boden habe sich der junge Mann leichte Prellungen zugezogen und sei zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Auf Anweisung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig ist der abgestürzte und völlig demolierte Segelflieger gestern beschlagnahmt worden. Eine Untersuchung der Wrackteile soll nähere Aufschlüsse über die Unfallursache geben. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 30000 Euro. Feuerwehrleute aus Quakenbrück und Badbergen waren im Einsatz, um die Wrackteile zu bergen.

Das Flugunglück hätte nach Angaben der Polizei auch ein viel schlimmeres Ende nehmen können. Der führerlose Segelflieger sei in einem Getreidefeld nahe einer Straße nur etwa 50 Meter von einem Wohnhaus entfernt aufgeschlagen.

Bereits am Samstag war es im Fürstenauer Ortsteil Hollenstede ebenfalls zu einem Zwischenfall mit einem Segelflieger gekommen. Offenbar wegen schlechter Thermik war dort am späten Nachmittag ein Flugzeug in einem Maisfeld notgelandet. Der 62-jährige Pilot blieb unverletzt, der Segler wurde nicht beschädigt. Der Tecklenburger war zuvor von einem Flugplatz bei Münster gestartet. Nach der Außenladung trugen Mitglieder der Feuerwehr Fürstenau das Flugzeug aus dem Maisfeld. Dann wurde es für den Transport mit einem Anhänger zerlegt und zum Heimatflughafen zurückgebracht.