Vermischtes Osnabrücker Studenten treffen Blair

16.07.2009, 22:00 Uhr

Alles keine außergewöhnlichen Gegenstände auf dem Schreibtisch eines Studenten. Aber was macht da ein Bild von Tony Blair, die Visitenkarte von Sigmar Gabriel oder eine Luftbildaufnahme von einem gigantischen Zelt?

Die Organisatoren beschäftigen sich mit etwas anderen Aufgaben als der übliche Praktikant, der mit Kopieren oder Kaffeekochen beschäftigt wird. Die Studenten veranstalten eine der größten internationalen Wirtschaftskonferenzen Deutschlands, das Campus Symposium im sauerländischen Iserlohn. Und das ehrenamtlich, neben dem Studium an der privaten Hochschule BiTS (Business and Information Technology School gGmbH). Auch zwei ehemalige Schüler aus dem Raum Osnabrück haben sich dort eingeschrieben und opfern momentan ihre Freizeit, um diese Großveranstaltung rechtzeitig auf die Beine zu stellen: Moritz Gausepohl aus Dissen und Stephan Meier, der 2005 am Gymnasium Carolinum sein Abitur gemacht hat. Beide haben gerade ihr fünftes Semester absolviert. Bevor sie die Hochschule im Januar verlassen werden, wollten sie noch beim Symposium dabei sein. „Das war einfach die Chance, selbstständig, aber gleichzeitig im Team arbeiten zu können“, sind sie sich einig. Und die Arbeit lohnt sich: Tony Blair wird auf dem Symposium sprechen, genau wie Umweltminister Sigmar Gabriel und zum Beispiel auch Reinhard Clemens vom Vorstand der Telekom.

Am 3. und 4. September werden zum fünften Mal Referenten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nach Iserlohn kommen und sich dieses Jahr über das Thema „Green Business“ austauschen. „Die meisten können sich vorher gar nicht vorstellen, wie groß das Symposium ist“, sagt Stephan Meier. Sobald die Gäste, Sponsoren und Redner aber die 4000 Quadratmeter Zeltlandschaft das erste Mal zu Gesicht bekommen, sind sie beeindruckt.

„Und die Leute wissen, dass wir es wieder schaffen, diese einzigartige Veranstaltung zu koordinieren“, meint Moritz Gausepohl, der im Bereich Marketing und Kommunikation tätig ist. Stephan Meier sorgt sich bei der Partnerbetreuung darum, dass die zwei Veranstaltungstage für die Sponsoren reibungslos verlaufen können. „Ich kümmere mich im Moment vor allem um die Stände im Zelt“, erzählt der 23-Jährige, der auch nach Feierabend gerne mit dem Team Zeit verbringt. „Ich hätte nie gedacht, dass wir zu einem sauerländischen Schützenfest gehen würden“, sagt er mit einem Lachen. „Aber den Kulturschock habe ich jetzt auch hinter mir.“

Bis die rund 800 erwarteten Gäste aber die gigantische Zeltlandschaft betreten können, hat das 20-köpfige Team noch viel Arbeit vor sich. „Auch die ein oder andere Nachtschicht wird noch auf uns zukommen“, meint Moritz Gausepohl, der schon Vorbereitungstreffen bis zwei Uhr nachts mitgemacht hat. Am Ende stehe jedoch im Vordergrund, eine erfolgreiche Veranstaltung zu organisieren. Daher muss für die nötige Sicherheit gesorgt werden, genau wie für Essen und genügend freiwillige Helfer. „Da kann im Prinzip jeder mitmachen“, sagt Stephan Meier.