Vermischtes Neu beim VfL (2): Björn Lindemann

03.07.2009, 22:00 Uhr

Den ersten Aufstieg seiner Senioren-Laufbahn feierte Björn Lindemann in Osnabrück: Mit dem 3:2 gegen die VfL-Reserve im April 2003 schaffte er mit Hannover 96 II den Sprung in die Oberliga. Entdeckt hatten die 96-Scouts das Talent auf halber Strecke nach Osnabrück, in Münchehagen. Schon in Hannover spielte der technisch begabte Linksfuß mit Stürmer Aleksander Kotuljac zusammen, doch zu Einsätzen im Profiteam von Trainer Ralf Rangnick reichte es nicht.

2004 suchte Lindemann seine Chance in Kiel, wo Frank Neubarth die KSV Holstein auf Zweitligakurs bringen sollte. Hier gelang ihm der Durchbruch, doch die 2. Liga kam erst – nach einem halbjährigen Abstecher zum VfB Lübeck – in Magdeburg in Sicht. Am letzten Spieltag 2006/07 glich Lindemann zum 1:1 gegen den FC St. Pauli aus – das hätte gereicht, wenn „da nicht der Thommy in Osnabrück getroffen hätte“, erinnert sich Lindemann, süß-sauer lächelnd: „Wir waren selbst schuld.“ Ein Jahr später fehlten dem torgefährlichen Spielmacher und dem FCM (mit Ex-VfL-Torjäger Paul Linz als Trainer) ein paar Tore, um den Sprung in die 3. Liga zu schaffen.

Seinem nächsten Klub gelang zwar der Aufstieg, doch als der SC Paderborn nach der Relegation gegen den VfL jubelte, saß Lindemann draußen: Bei Trainer Pavel Dotchev war er gesetzt gewesen, Interimscoach Schubert legte keinen Wert auf ihn. Jetzt freut er sich auf den VfL: „Ein tolles Publikum, Tradition und Leidenschaft – das passt!“