Vermischtes Negativtrend in Bissendorf setzt sich fort

02.04.2004, 22:00 Uhr

Die Zahl der Straftaten in der Gemeinde Bissendorf ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das für Bissendorf zuständige Polizeikommissariat Melle registrierte 447 Delikte, 13 mehr als im Jahr 2002.

Damit setzt sich in Bissendorf ein Negativtrend fort, der schon seit 1999 zu beobachten ist. Hatte die Kriminalstatistik für Bissendorf vor fünf Jahren noch 313 Straftaten ausgewiesen, kletterte die Zahl über 381 Delikte im Jahr 2002 auf den aktuellen Rekordstand.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Zahlen im Vergleich zu denen des Landkreises Osnabrück trotz des Anstiegs immer noch moderat ausfallen. Kamen im Landkreis im Jahr 2003 auf 100 Einwohner 5,65 Straftaten, waren es in Bissendorf nur 3,13 Delikte.

Der Anstieg der Straftaten in Bissendorf zieht sich durch alle Deliktarten. Besonders alarmierend: Gab es in den Jahren 2000 bis 2002 in der Gemeinde keine Totschläge, fielen im vergangenen Jahr zwei Menschen einem Verbrechen zum Opfer. Beide Taten klärte die Polizei auf.

Die Fälle von '"'Roheitsdelikten'"' wie Körperverletzungen sowie '"'Straftaten gegen die persönliche Freiheit'"' stiegen auf 51, was dem Stand von 2001 entspricht.

Im Vergleich zu 2002 nur leicht angestiegen ist die Zahl der Diebstähle. Die langfristige Statistik spricht eine andere Sprache. Die 190 Taten im Jahr 2003 nehmen sich verglichen mit den 284 Diebstählen 1994 positiv aus.

Deutlich verschlechtert hat sich die Situation bei den '"'Vermögens- und Fälschungsdelikten'"', deren größten Teil Fälle des Betrugs ausmachten. Hier stieg die Zahl von 52 Fällen im Jahr 2002 auf 70 Taten. In diesem Bereich arbeitete das Kommissariat Melle jedoch besonders effizient. Fast 86 Prozent aller Fälle konnte die Polizei bezogen auf ihren gesamten Zuständigkeitsbereich - also in Melle, Belm und Bissendorf - aufklären.