Vermischtes Nachfrage nach Mittagessen in Grundschulen verhalten

09.07.2009, 22:00 Uhr

Der Rat der Samtgemeinde (SG) Dörpen hat außer der positiven Stellungnahme zum Bebauungsplan für das Kohlekraftwerk (wir berichteten) ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Instandhaltung und zum Ausbau der Dörpener Schullandschaft beschlossen. „Die Schulen sind einer unserer Schwerpunkte geworden“, betonte SG-Bürgermeister Hans Hansen .

Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an ihren Grundschulen stehen der SG pauschal rund 480000 Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Verfügung. Das niedersächsische Kultusministerium hat die Anträge für die Einrichtung von Ganztagsangeboten an allen SG-Grundschulen zum kommenden Schuljahr genehmigt. Einige Schulen wollen zunächst mit zwei statt der avisierten vier Tage beginnen. Für die Startphase stehen nach Mitteilung aus den Schulen an allen Standorten Kräfte für eine Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. Zusätzlich will das Schulamt der Samtgemeinde demnächst öffentlich dazu aufrufen, sich für die Gestaltung von Nachmittagsangeboten zu bewerben. Damit folgt Dörpen einer auf Landkreisebene festgelegten Marschroute. Demnach werden bei den Schulträgern sogenannte Agenturen geschaffen, die ein Verzeichnis mit interessierten Personen führen sollen. Deren Daten werden auf Wunsch dann den Schulen zur Verfügung gestellt.

Hansen wies darauf hin, dass im Zuge der Einführung von Ganztagsangeboten nicht an allen Schulen auch Mensen eingerichtet werden. „Wir werden zunächst die Entwicklung abwarten“, sagte Hansen. Nach Umfragen in einzelnen Schulen ist die Nachfrage nach Mittagessen verhalten. Die Schüler sind nicht verpflichtet, ein in der Schule angebotenes Essen anzunehmen. Für die Dörpener Grundschüler besteht die Möglichkeit, die vorhandene Mensa am Schulzentrum zu nutzen. Bauliche Maßnahmen für die Schaffung des Ganztagsbereichs sind vorerst ebenfalls nur in Dörpen vorgesehen.

Energetische Sanierungen sind derweil an den Grundschulen Dörpen, Lehe, und Neubörger sowie im Schulzentrum Dörpen geplant. Im Zuge eines Landesförderprogramms kann die Samtgemeinde dafür höchstens rund 154000 Euro in Anspruch nehmen. Zehn Prozent der Gesamtkosten trägt sie selbst.

Bis zu Beginn des nächsten Schuljahres soll die Sanierung der Toiletten an der Grundschule in Heede abgeschlossen sein. Die bisher mit rund 160000 Euro kalkulierte Maßnahme wird aber voraussichtlich rund 25000 Euro teurer als geplant. Auch in Wippingen sollen die Schultoiletten bis nach den Ferien saniert sein. Gelingt dies nicht, weichen die Schüler auf das WC im Gemeindezentrum aus.