Vermischtes Mogli & Co. bitten zum Urwaldspaß

06.06.2008, 22:00 Uhr

Bei der vorletzten großen Probe Mitte der Woche waren Regencapes und Schirme wichtige Utensilien, bei der gestrigen Generalprobe strahlte die Sonne über der Waldbühne. Die Stimmung im Ensemble ist trotz der Regenepisode vor der morgigen Dschungelbuch-Premiere top. Um 16 Uhr wird das Stück am Sonntag erstmals aufgeführt.

Improvisieren ist notwendig: Bei dem nassen Boden deuten die Wölfe am Mittwoch in einer Szene lediglich an, dass sie schlafen. Pia Wesselkamp, die schon bei „Winnie Wackelzahn“ und „Der Zauberer von Oz“ mitgewirkt hat und nun einen Trommelaffen spielt, hat sich sogar Gummistiefel angezogen, damit die Schuhe ihres Kostüms nicht nass werden.

Auftakt der Proben ist eine Szene, in der nahezu das gesamte Ensemble auftritt: Bienen, Elefanten, Geier, Wölfe und Affen bevölkern die Bühne. Panther Baghira, gespielt von Hans Witte, ärgert sich etwas später über die Naivität von Balou dem Bären (Markus Westermeyer), der nicht einsehen will, dass Mogli Gefahr durch den Tiger Shir Khan droht.

Die Choreographie für die Massenszenen hat Marita Calmer-Stalljohann entworfen, ihr Regiekollege Johannes Börger erläutert den kleinen Schauspielern bei der Hauptprobe immer wieder Details ihres Einsatzess. Den Klassiker „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling hat Autor Ralf Israel für Freilichtbühnen geschrieben, Bernd Stallmann und Gerhard Grote komponierten die Musik für die Aufführungen. Schon am vergangenen Wochenende hatten die Schauspieler zwei Hauptproben des Stückes absolviert, gestern stand dann die Generalprobe auf dem Programm. Wie während der Spielzeit bei den Aufführungen traf sich das Ensemble bereits zwei Stunden vor Beginn, da die Hauptproben mit kompletter Technik und Kostümen gespielt werden.

Schließlich dauert es einige Zeit, bis das Bühnenbild den letzten Schliff erhalten hat und die Schauspieler ihre Mikroports – die kleinen Mikrofone – angelegt haben. Und natürlich dauert es seine Zeit, bis alle Mitwirkenden komplett geschminkt sind. Auf jedes Detail wurde in den Schlussproben größter Wert gelegt – schließlich soll am Sonntag vor vollem Haus alles perfekt klappen.