Vermischtes Meyer Werft erhält weiteren Geschäftsführer

23.08.2001, 22:00 Uhr

Die expandierende Meyer Werft entwickelt ihre Organisationsstruktur konsequent weiter. "Jetzt erhält die Werft einen zweiten Geschäftsführer", so der bisher alleinige Geschäftsführer Bernard Meyer, der weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter die Gesamtverantwortung für die Werft trägt.

Das Papenburger Unternehmen, das in neue Produktionsanlagen investiert, muss sich nach eigenen Angaben immer komplexer werdenden Abläufen und damit neuen Anforderungen stellen. Deshalb hat sich Bernard Meyer entschlossen, die werftinternen Abläufe in einem zweiten Geschäftsführungsressort zu bündeln.

Hans-Artur Wilker (53), Diplom-Mathematiker, seit Anfang 2001 als Mitglied der Geschäftsleitung für Beteiligungen und Controlling zuständig, wird diese neue ,,Innenminister-Funktion" übernehmen. Hierbei wird Wilker zusätzlich zu seinem jetzigen Aufgabengebiet die Bereiche Personal und Einkauf übernehmen. Wilker wird seine Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen für Projekt-Management, Jarmo Laakso, und Konstruktion/Fertigung, Lambert Kruse, wahrnehmen.

Wilker hat vor seinem Engagement in Papenburg umfassende berufliche Erfahrungen im früheren Salzgitter-, später Preussag-Konzern sowie im Vorstand der HDW in Kiel gesammelt.

Wie bereits gemeldet, hatte die Werft ihre Organisationsstruktur im Jahr 2000 bereits neu gegliedert. Hierbei wurde die Geschäftsleitung deutlich erweitert. Damit legte die Werft den Grundstein für eine Verjüngung ihres Managements. Neben den beiden Geschäftsführern Bernard Meyer und Hans-Artur Wilker gehören folgende Herren der Geschäftsleitung an: Jochen Zerrahn, Peter Motikat, Johann Gerdes (Finanzen), Lambert Kruse (Konstruktion/Fertigung) und Jarmo Laakso (Projektleitung). Peter Motikat wird sich auf die schwierige Aufgabe der Gewinnung neuer Aufträge für 2004/2005 konzentrieren. Jochen Zerrahn ist für die großen, technisch sehr komplexen und zukunftsweisenden Erweiterungs-maßnahmen auf der Werft verantwortlich.

Mit dieser Weiterentwicklung der Struktur erreicht die Werft eine Verbesserung der Organisationsabläufe beim Bau modernster Kreuzfahrtschiffe. "Wir wollen unsere führende Position in diesem Markt bewahren. Mittels Optimierung der Prozesse und der Technik werden wir unsere Leistungsfähigkeit und unsere Produktivität steigern", so Meyer. "Wir müssen uns auf einen schwierigen Markt ohne staatliche Unterstützungen einstellen".