Vermischtes Marco di Carli bei der DM wieder im Konzert der Großen

28.06.2009, 22:00 Uhr

„Doch noch ein versöhnlicher Ausgang für mich!“, freute sich Marco di Carli über seine Einzelmedaille über 100 m Rücken am Schlusstag der Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin.

„Nach Gold mit der Freistilstaffel freue ich mich besonders über diesen Podestplatz und meine gute Zeit von 55,14 Sekunden auf einer Strecke, auf der ich vor vier Jahren zum letzten Mal schnell geschwommen bin!“, blickt der Sögeler in Diensten der SG Frankfurt positiv in die Zukunft. Zumal er auch auf seiner eigentlichen Spezialstrecke, den 100 m Freistil, nach beschwerlicher Trainingsvorbereitung mit 49,63 Sekunden wieder deutlich schneller unterwegs war, Fünfter wurde und nur um acht Hundertstel eine Medaille verpasste. Eine WM-Teilnahme in der Staffel ist wohl nicht wahrscheinlich. So steht wohl für den Sportbotschafter des Emslandes eher ein Start bei der Universade in zwei Wochen in Belgrad an.

Linda Middendorf absolvierte nach ihrem hervorragenden vierten Platz im Rückensprint vom Freitag auch die 200 m Rücken mit Bravour. Die Dalumerin war auf der bisher nicht zu ihren Hauptstrecken zählenden Disziplin zehntschnellste Frau in Deutschland. „Das ist gut fürs Team! Linda entwickelt sich rasant zu einer wichtigen Größe!“, freut sich Bundestrainer Achim Jedamsky schon auf die Junioren-EM in gut einer Woche in Prag. Im B-Finale schlug die 16-jährige Junioren-Nationalschwimmerin als Dritte in starken 2:20,08 Minuten an und verbesserte nach dem Vorlauf (2:20,93) erneut ihren eigenen Bezirksrekord, den Juliane Menke (TV Meppen) gehalten hatte. Da Dörte Baumert aus Freiburg im A-Finale disqualifiziert wurde, rückte sie so noch einen Rang auf.

Ein besonderes Glanzlicht in seiner schwimmsportlichen Karriere setzte Lukas Hüsing. Der für den VfL Sindelfingen startende „Schmetterlingsspezialist“ bot über die 200 m vor laufender ZDF-Kamera einen starken Auftritt und belegte Platz 7 im A-Finale. Der 19-jährige Sohn des Sögeler Ex-Schwimmers Lutz Hüsing und seiner Frau Kerstin (ehemals TV Meppen), der in den Ferien oft mit den Sigiltra-Schwimmern trainiert, verbesserte sich auf beachtliche 2:02,80 Minuten.