Vermischtes Mann tötete seine Frau und sich aus Verzweiflung

27.07.2009, 22:00 Uhr

„Der Abschiedsbrief, den wir in dem Wagen des Mannes gefunden haben, belegt eindeutig, dass der 73-Jährige aus Rheine mit der Krankheit seiner Frau nicht fertig geworden ist. Deshalb hat er seiner Frau und sich mit einem Küchenmesser das Leben genommen.“ Das erklärte gestern Kriminalhauptkommissar Achim van Remmerden auf Anfrage unserer Zeitung.

Wie bereits berichtet, hatte der 73-Jährige am vergangenen Samstag gegen 10.50 Uhr seine 68-jährige Ehefrau, die als Patientin in der Hedon-Klinik in Lingen lag, mit einem Messer erstochen und anschließend sich selbst das Leben genommen. Nach Angaben des Polizeisprechers stammte die Tatwaffe aus dem Haushalt der Eheleute.

„Wir haben unsere Ermittlungen in dieser Sache abgeschlossen, weil wir sicher sind, dass es sich um eine reine Verzweiflungstat gehandelt haben muss“, betonte van Remmerden. Auch die Obduktion der beiden Toten habe einwandfrei ergeben, dass die Eheleute durch die Stichwunden ums Leben gekommen seien.

Seitens der Hedon-Klinik erklärte Professor Thomas Mokrusch, Ärztlicher Direktor, dass die 68-Jährige seit dem 7. Juli in der Klinik weilte. Nach einer Hirnblutung und einem Schlaganfall sei sie zur Rehabilitation in die Klinik gekommen. Mokrusch: „Die Patientin war schwerst betroffen.“ Mitarbeiter und Klinikleitung seien bestürzt über diesen tragischen Vorfall.