Vermischtes Mangel schnell behoben

15.07.2009, 22:00 Uhr

Berechtigte Kritik, vernünftig vorgetragen, kann schnell zum gewünschten Ergebnis führen. Das haben die Stadtwerke Bramsche bewiesen, die gestern zwei Behindertenparkplätze am Darnsee vorstellten.

Am Dienstag vor einer Woche hatten die Bramscher Nachrichten über die Nöte von Jutta Köller berichtet, die als Schwerbehinderte in der Nähe des Kassenhäuschens geparkt hatte und von einem Schwimmmeister darauf hingewiesen wurde, dass ihr Wagen dort nicht stehen bleiben könne, weil es keine Behindertenparkplätze gebe.

 Ein von der Zeitung initiierter Ortstermin mit dem Ehemann Andreas Köller machte Peter Kramer als Leiter der Bäderabteilung bei den Stadtwerken dann nachdenklich. Dem Überlegen folgte schnell die Tat, gestern stellte Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe die beiden behindertengerechten Stellplätze vor, die vorschriftsmäßig markiert und beschildert sind. „Besser geht es nicht“, freute sich Andreas Köller.

 Der Aufwand hielt sich dabei in Grenzen. Das Pflaster konnte beibehalten werden, nur die angrenzende Fläche haben Mitarbeiter des Betriebshofes der Stadt noch eingeebnet. Holzgrefe bedankte sich bei der Stadt für diese Hilfe und dafür, dass auch die erforderlichen Schilder „ratzfatz“ bestellt worden seien.

 Ganz abgeschlossen ist das Projekt aber noch nicht: Noch steht eingangs der idyllischen Durchfahrt zum Bad ein uneingeschränktes „Durchfahrt verboten“-Schild. Dies werde noch mit dem Zusatz „für Rollstuhlfahrer frei“ versehen, erklärte Cornelis van de Water von der Stadtverwaltung. „Die hatten wir nicht da und mussten die erst bestellen. Das dauert noch ein paar Tage“, sagte van de Water.

 Bei so viel Service werden die Köllers sicher weiter Stammgäste in den Stadtwerke-Bädern bleiben. Schließlich haben sie mit Kramer auch schon die Anschaffung eines Spezialstuhls für das Hasebad geregelt. Und das Naturfreibad Darnsee hat nun endlich den Behindertenparkplatz, den so lange offenbar niemand vermisst hatte: „Ich gehe hier jetzt seit 53 Jahren hin, aber das war noch nie ein Thema“, betonte Holzgrefe gestern.