Vermischtes Langen besteht aus sieben Bauerschaften

29.07.2009, 22:00 Uhr

Im Jahre 870 tauchte zum ersten Mal in einem Heberegister des Klosters Werden Langen unter seinem alten Namen „Langon“ auf. Langen ist aber viel älter, und ein 4000 Jahre altes Steingrab im Ortsteil Rentrup zeugt von einer wesentlich älteren Besiedlung. Ein weiteres Großsteingrab in der Ortsmitte wurde vor 1830 zerstört.

Langen besteht aus sieben alten Bauerschaften. Neben Langen gibt es Espel, Grumsmühlen, Nordholte, Rentrup, Ruten und Sopenhook. Der Brunnen am Gemeindezentrum weist auf diese Ortsteile hin. Langen ist nach wie vor geprägt durch die Landwirtschaft. Dass in einer Gemeinde mit der Größe Langens in über 30 Vollerwerbsbetrieben entsprechend viele Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten, ist im Emsland inzwischen eher selten. Natürlich legt man in Langen auch viel Wert auf Handwerk und Gewerbe. Die Gemeinde bemüht sich, genügend Gewerbe- und Wohnbauflächen zu günstigen Preisen anzubieten.

Wichtig ist uns in Langen auch auf die Erhaltung der Natur. Zwei ausgewiesene Naturschutzgebiete (Kleines Wittefehn mit zirka sechs Hektar und Deepenbrook mit rund 20 Hektar) sind seltenen Pflanzen vorbehalten. Daneben gibt es in Langen drei weitere Biotope mit einer Gesamtfläche von rund sieben Hektar.

Der Mittelpunkt der Gemeinde ist die 1913 gebaute Kirche im romanischen Stil, und stolz ist man in Langen auf das Gemeindezentrum: Zwei zusammenliegende alte Bauernhöfe wurden von der Gemeinde erworben und zum Gemeindezentrum umgebaut. Das alte Fachwerkhaus des Hofes Mannig beinhaltet heute ein Jugendheim, das Gemeindebüro mit Sitzungssaal für den Gemeinderat und ein Heimatmuseum. Der nach wie vor intakte Lehmofen im alten Backhaus existiert noch in alter Form und ist sicherlich über 100 Jahre alt, und die alte Scheune wurde zur Mehrzweckhalle umgebaut. Sie wird für den Sport, aber auch für größere Feste genutzt. Schießstände findet man hier ebenfalls. Im Hof Wiggermann wurde dagegen die Feuerwehr untergebracht. Sport- und Tennisplätze mit den zugehörigen Gebäuden komplettieren das Gemeindezentrum.

Neben Gruppenabenden der Landjugend und des Kolpings kommen Tanzgruppen und Senioren zu Gymnastiknachmittagen. Ideal ist der große Veranstaltungsraum auch als Übungsraum für das Orchester des Musikvereins Langen-Gersten. Dieser sehr aktive Verein ist dafür bekannt, dass er seinen Nachwuchs selbst ausbildet.

Sollte man Interesse an Heimatgeschichte haben, gibt es in Langen zwei Möglichkeiten: Im Heimatmuseum im Gemeindezentrum hat man sich dem Thema „Heuerlinge“ verschrieben. Viele alte Museumstücke sind hier in einer Dauerausstellung zu bewundern. Eine Besonderheit bietet das Privatmuseum der Familie vom Bruch. Nach Themen geordnet sind hier Gebrauchsgegenstände und Kleidung aus vergangenen Jahren. Bei einer Besichtigung kann Paula vom Bruch zu fast jedem Gegenstand eine Geschichte erzählen.

Will man in Langen feiern, ist dies kein Problem. Neben dem Jugendheim kann man den Saal Wintering oder Bökers „Döschkehus“ anmieten. Ein ideales Ausflugsziel ist die „Olle Nordholter Schoole“. Neben einem gemütlichen Café steht ein Restaurant mit Saalbetrieb zur Verfügung. Ein großer Abenteuerspielplatz sorgt dafür, dass es auch den Kleinen nicht langweilig wird. Sollte jemand einen alten Klassenraum einer Schule besichtigen wollten, kann er diesen ebenfalls hier finden.