Vermischtes Krise stoppt nicht vor Innovationen

02.07.2009, 22:00 Uhr

Die Wirtschaftskrise hat jetzt die Firma Spanntec GmbH in Bad Iburg erreicht. Die im Sentruper Gewerbegebiet ansässige Hightech-Firma hat am vergangenen Donnerstag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Osnabrück gestellt.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Michael Selker aus Osnabrück eingesetzt. Er wird das Unternehmen zunächst bis Ende August in vollem Umfange weiterführen und die Produktion von sogenannten Spannelementen sicherstellen. Nach seinen Angaben war der starke Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr für den Zulieferer der Druckmaschinenindustrie nicht zu verkraften. Die derzeit 41 Mitarbeiter wurden in einer Betriebsversammlung von Selker über die derzeitige Situation informiert. Die Gehaltszahlungen sind durch das Insolvenzausfallgeld vorläufig gesichert. Auch die Juni-Gehälter werden kurzfristig nachgezahlt. Der Insolvenzverwalter ist zuversichtlich, die derzeit 41 Arbeitsplätze am Standort Sentrup erhalten zu können. Erste Gespräche mit Investoren habe es bereits gegeben.

Die Firma Spanntec wurde 1994 gegründet und war zunächst im Herzen von Glane ansässig, bevor sie 2007 in das neue Industriegebiet in Sentrup umzog. Dort stehen eine 2200 Quadratmeter große Produktionshalle und 900 Quadratmeter für Konstruktion und Verwaltung zur Verfügung. Spanntec, dessen innovative Arbeit in der Vergangenheit immer wieder herausgestellt wurde, liefert seine Produkte in 47 Länder der Erde. Sie sind überall dort im Einsatz, wo in der Industrie Papier, Kunststoff oder Metall aufgewickelt, abgewickelt oder geschnitten werden muss. Dazu zählen nicht nur das Zeitungspapier, sondern auch Alufolien oder Frischhaltefolien, wie sie im Haushalt üblich sind.

Jedes Produkt wird individuell gefertigt und auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnitten. Der Produktbereich umfasst Maschinen zum Auf- und Abrollen, Rollenspann-Elemente, Walzen und damit verbundene Service-Leistungen.