Vermischtes „Körnerfutter für Kids“

29.07.2009, 22:00 Uhr

„Körnerfutter für Kids“ – unter dieses Motto hatten die Landfrauen in der Samtgemeinde Lengerich in enger Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Traditionsverein Gersten eine Ferienpassaktion für Kinder gestellt.

Die Getreideernte vor mehr als 50 Jahren demons-trierten Mitglieder des Heimat- und Traditionsvereins Gersten. Das in Hocken aufgestellte Getreide wurde mit Dreschflegeln gedroschen. Die Kids zeigten sich beeindruckt, mit wie viel körperlichem Einsatz in früheren Jahren das Mähen und Dreschen verbunden war.

Das von den Landfrauen vorbereitete Informationsprogramm rund um das Backhaus auf dem Hof Lindemann in Gersten war vielseitig, informativ und abwechslungsreich.

Dabei galt es beispielsweise, Ähren von Roggen, Gerste, Weizen und Dinkel mit den entsprechenden Körnern zusammenzubringen. Noch schwieriger wurde es für die Teilnehmer, Dinkelmehl, Weizenschrot und Weizenmehl zu erkennen.

Hoch her ging es anschließend im Backhaus, als es galt, die verschiedenen Mehle zu leckeren Broten, Kuchen und Plätzchen zu verarbeiten. „Nur beste Zutaten aus der Region werden hier heute verwendet“, betonte Margret Mönster. Sie bereitete mit ihren Landfrauen und den Kindern unterschiedliche Teige vor, vom Bauernstuten bis zum Ciabattabrot. Dabei wurde natürlich die Bedeutung von Brot für eine ausgewogene und gesunde Ernährung unterstrichen.

Dann kam der mit Spannung erwartete Auftritt von Werner Kuper, Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Gersten. Als er die Klappe des alten Steinbackofens öffnete, blickten die Kinder in glühende Holzkohle. „Ich habe schon vor ungefähr sechs Stunden den Backofen eingeheizt“, erläuterte Kuper die Bedeutung und die Funktionsweise eines Backhauses. Besonders die unterschiedlichen Mehle hätten ihm Sorge bereitet, weil er nicht genau wisse, wie lange zum Beispiel ein Dinkelbrot gebacken werden muss.

Gemeinsam schoben die kleinen Bäckerinnen und Bäcker die Brote und anschließend die Plätzchen in den Backofen, unter anderem auch „Werners Zauberbrot“.

Die restliche Wärme reichte dann noch aus, um leckere Kartoffeln mit unterschiedlichen Füllungen aus frischen Zutaten aus dem Bauernhofgarten zu garen.

Um auch zu Hause eigene Brote produzieren zu können, gab es für alle Teilnehmer abschließend eine kleine „Dienstanweisung“.