Vermischtes Kleiner Park für den großen Baum

11.11.2007, 23:00 Uhr

Mehr als 100 Jahre wuchs er ebenso unbeachtet wie unaufhaltsam empor. Seit seiner Wiederentdeckung vor einigen Jahren hat er sich zu einer kleinen Attraktion entwickelt: der Mammutbaum am Rande des Piesberges. Nun soll der hölzerne Riese in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden.

Wie das geschehen soll, ließen sich jetzt Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius und Wallenhorsts Bürgermeister Ulrich Belde erläutern. Interessant ist das von den Studenten Gregor Thiele und Stefan Gouderwis erarbeitete Konzept für beide Verwaltungschefs. Schließlich wächst der 140 Jahre alte Baum mit einem Umfang von mehr als drei Metern auf einem Grundstück der Stadt Osnabrück auf dem Gebiet der Gemeinde Wallenhorst.

Es solle alles wieder so werden wie früher, betonte Thiele, der ebenso wie sein Kommilitone Gouderwis an der Fachhochschule Osnabrück Landschafts- und Freiraumplanung studiert, bei einem Ortstermin am Rande des Piesbergs im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen.

Früher heißt wie zur Zeit um 1900, als der heute als verwildertes Grundstück daliegende Garten angelegt wurde. Allerdings, so Thiele, sei bei der wissenschaftlichen Recherche festgestellt worden, dass der Garten gar nicht, wie bislang angenommen, vom ehemaligen Zechendirektor Pagenstecher angelegt worden sei. Das sei "ein historischer Irrtum." Angelegt worden sei der Garten vielmehr vom Besitzer der Villa Wieding.

Wie auch immer, ab Frühjahr soll rund um den Mammutbaum ein Kultur- und Landschaftspark mit einem Platz rund um den Baum, mehreren Wegen und einem Hindernisweg mit Piesbergbrocken entstehen. Als Fertigstellungstermin schwebt den Verantwortlichen das nächste Bergfest vor.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir das Gelände Schritt für Schritt erschließen. Wir werden daran große Freude haben", sagte Pistorius.

Und Belde betonte, Wallenhorst werde "alles befürworten, was das Interesse beider Kommunen fördert". Das, so versicherte Belde seinem Osnabrücker Amtskollegen, "geht bis hin zu einer materiellen Beteiligung".