Vermischtes „Keine Auffälligkeiten“

13.08.2008, 22:00 Uhr

Bei der Frage, ob es giftverseuchte Flächen an der Ems nicht nur im Landkreis Leer, sondern auch flussaufwärts gibt, wird die Stadt Lingen weiterhin engen Kontakt zum Landkreis Emsland halten. Das erklärte gestern Hans-Josef Lis, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, auf Anfrage unserer Zeitung.

Nach Angaben von Lis liegen die Grünflächen, von denen Proben genommen wurden, etwa auf Höhe des Emstunnels. Der Fachbereichsleiter: „Bislang ist völlig offen, aus welcher Quelle die dortigen Dioxin- und PCB-Rückstände stammen.“

Die Stoffe gelten als gesundheitsschädlich und krebserregend. Im Emsland sind nach den Worten von Lis bisher keine Auffälligkeiten bei Milch- und Fleischkontrollen festgestellt worden. Er bezog sich damit auf Angaben des Landkreises. Lis verwies darauf, dass das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) den Landkreis als zuständige Behörde für Veterinärwesen und Verbraucherschutz für den heutigen Donnerstag zu einer Konferenz nach Oldenburg eingeladen hat.

Der Landkreis Leer hat am Dienstag zehn Schafe schlachten lassen. Mit Untersuchungsergebnissen wird Anfang nächster Woche gerechnet. Der Landkreis Leer forderte das Landesamt zur Sperrung der kontaminierten Flächen auf.

Im nördlichen Emsland gehören die rund 430 Hektar Deichvorlandflächen dem Landkreis und werden kaum landwirtschaftlich genutzt.