Vermischtes Jugendliche ins Boot holen

03.07.2009, 22:00 Uhr

Juli haben die Jugendlichen der Stadt Papenburg einen neuen Ansprechpartner. Dietmar Nee übernimmt das Amt des Stadtjugendpflegers und tritt somit die Nachfolge von Heiner Hanneken an, der nun als Leiter des städtischen Fachdienstes für Sport tätig ist. Seinen bisherigen Werdegang, Ziele für die kommenden Monate und nicht zuletzt auch persönliche Interessen stellte Nee nun vor.

Der 36-Jährige wohnt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in Papenburg. Dort besuchte er die Michaelschule und machte eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei KS Gleitlager. „Zu meinem jetzigen Beruf habe ich über den Zivildienst gefunden, den ich in der Behindertenwerkstatt leistete“, beschreibt Nee den beruflichen Wandel. Aus Überzeugung habe er dann ein Studium an der Fachhochschule Osnabrück zum Diplom-Sozialpädagogen und Diplom-Sozialarbeiter absolviert.

„Wäre vor neun Jahren die Stelle zum Stadtjugendpfleger in Papenburg frei gewesen, hätte ich mich schon damals darauf beworben“, sagt Nee. Vorerst verschlug ihn seine berufliche Laufbahn jedoch zum Landkreis Emsland nach Meppen, um im Zentrum für Arbeit viereinhalb Jahre Arbeitslose zu betreuen. Weitere drei Jahre verbrachte Nee als Jugendpfleger in Salzbergen. Gleichzeitig war er zwei Jahre als Sozialpädagoge in Salzbergen tätig, bevor er nun in Papenburg die Stelle des Jugendpflegers annahm.

„Die Gruppenleiter verschiedener Organisationen mit ins Boot zu holen“ ist eines der Ziele, die sich Nee für die Zukunft setzt. So wolle er auch den Landjugenden mehr Unterstützung anbieten und „direkt an die Jugendlichen herantreten, um Wünsche und Probleme kennenzulernen“. „Jugendliche fühlen sich oft nicht ernst genommen“, beschreibt Nee ein gesellschaftliches Problem, da Vorschriften oft nur wie „von oben herab entschieden“ wirkten. Er wolle Vorurteilen entgegenwirken und sich jugendnah präsentieren. Aufgrund seines jungen Alters und dank seiner Hobbys sollte ihm das leichtfallen. Denn mit Angeln, Kanufahren, Fotografieren und Oldtimern dürfte er so manches Interesse mit seinen neuen Schützlingen gemein haben.