Vermischtes Jugendherberge legte gegenüber dem Vorjahr zu

30.07.2009, 22:00 Uhr

Lange Zeit war Melles Jugendherberge als „Sportjugendherberge“ im Gespräch. Davon ist nichts mehr zu hören. Stattdessen gibt es unter den 36 Herbergen im Bereich des Landesverbandes Unterweser-Ems inzwischen zwei zertifizierte „Sportjugendherbergen“, nämlich in Verden und in Rotenburg (Wümme). Das dem Profil zugrunde liegende Qualitätskonzept war in beiden Fällen vom Deutschen Jugendherbergswerk gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend entwickelt worden.

Das Gebäude an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 1, das der Stadt gehört und zurzeit aufwendig restauriert wird, beherbergt 80 Betten. Melle besitzt damit die zweitkleinste Einrichtung des Landesverbandes. Nur die Jugendherberge in Papenburg ist mit 72 Betten noch kleiner.

In diesem Jahr feiert das Deutsche Jugendherbergswerk seinen 100. Geburtstag. Dazu passend sind die Belegungszahlen aus dem Vorjahr erfreulich, wie ein Blick in den soeben erschienenen Geschäftsbericht des Landesverbandes zeigt. Demnach konnte die Meller Jugendherberge unter der Leitung von Andreas Rehder die Zahlen im Vergleich zu 2007 um 5,3 Prozent auf 7787 Übernachtungen steigern. Insgesamt nutzten 2700 Gäste die Einrichtung. Allerdings waren die Zahlen im Jahr 2006 noch wesentlich besser: Da hatte die Meller Jugendherberge 8440 Übernachtungen vorzuweisen.

Landesverbands-Vorsitzender Karl-Heinz Finkemeyer aus Riemsloh sieht in der Wirtschaftskrise übrigens eine Chance: „Uns würde es nicht überraschen, wenn uns in schwierigen Zeiten weitere Familien entdecken.“