Vermischtes JU fordert Jugendkreistag

23.07.2009, 22:00 Uhr

Forderungen der Jungen Union (JU) im Osnabrücker Land, den Jugendkreistag wieder einzusetzen, fallen offenbar auf fruchtbaren Boden. Zuletzt war es 2002 zur dritten und bis dahin letzten Sitzung dieser Art gekommen.

„Wir lassen es uns nicht gefallen, dass eine direkte Beteiligung der unter 18-Jährigen im Osnabrücker Land länger ausgeschlossen wird“, hatte JU-Chef Benedict Pöttering in einer Pressemitteilung erklärt. Mit der Wiedereinrichtung des Jugendkreistages im Landkreis Osnabrück fordert die Nachwuchsorganisation der CDU, Jugendlichen eine direkte politische Beteiligung zu ermöglichen.

In Niedersachsen haben Jugendliche, die nicht volljährig sind, nur das aktive Wahlrecht. Sie dürfen also wählen gehen, sich jedoch nicht selbst wählen lassen. „Die Generation der unter 18-Jährigen existiert in der politischen Arena somit einfach nicht“, moniert Pöttering, „mit der Wiedereinrichtung des Jugendkreistages wollen wir die Jugendlichen im Osnabrücker Land aus ihrer politischen Schwerelosigkeit bewegen.“

Bei Themen wie Bildung, Arbeitsplätze, Sportstätten, aber insbesondere auch Verschuldung dürfe nicht über die Köpfe Jugendlicher hinweg entschieden werden. Der JU-Chef: „Hier sind wir als junge Generation und direkt Betroffene zu beteiligen!“ Ein regelmäßig tagender Jugendkreistag sei hier die Voraussetzung, um sicherzustellen, „dass die Politik im Landkreis auch zukünftig von unserer Generation verstanden, gestützt und mitgestaltet wird“, so Pöttering weiter.

Der Sprecher der CDU/FDP/UWG-Mehrheitsgruppe im Kreistag, Georg Schirmbeck, schloss sich auf Anfrage der JU-Forderung an. „Das bringt den Jugendlichen etwas, aber auch den Abgeordneten“, sagte der CDU-Politiker aus Hasbergen. 1999, 2000 und 2002 hatte es Jugendkreistage mit jeweils 200 bis 250 jugendlichen Teilnehmern gegeben. Sie stellten konkrete Anträge, die von den Kreisverwaltung für eine außerordentliche Kreistagssitzung aufbereitet und dann vom Kreistag beraten und entschieden wurden.

So wurden beispielsweise von der Lindenschule in Melle 1500 Euro für den mobilen Theaterwagen „Rolling Stage“ beantragt und schließlich auch vom Kreistag genehmigt. Aus dieser Initiative ist mittlerweile eine Schülerfirma entstanden. Die Kosten für einen Jugendkreistag beziffert die Kreisverwaltung auf Anfrage auf jeweils rund 25000 Euro.