Vermischtes Internet: Im Oktober soll in Halen die Post abgehen

24.07.2009, 22:00 Uhr

Erleichtert zeigten sich am Donnerstagabend Lottes Bürgermeister Rainer Lammers und der Wersener Telekomfachmann Werner Schwentker. Nach diversen Quer- und Rückschlägen soll im Oktober doch noch Internet mit DSL-Standard in Halen Einzug halten.

Die frohe Botschaft überbrachte Ralf Michel, Projektmanager von ICA-Media. Die ursprüngliche Konzeption, DSL über ein Funksignal vom Schinkelturm nach Schleptrup oder auf eines der Windräder am Halener Esch zu übertragen, um es von dort auf die Antennen der einzelnen Kunden zu verteilen, habe sich völlig erledigt, teilte er mit. Seit einem Vierteljahr bestehe aber die Möglichkeit, das Hauptsignal auch über herkömmliche Kabel unterirdisch zu transportieren. Nachdem sich dann auch noch ein Grundstückseigentümer am Oberseester Weg in Halen bereit fand, den Sendemast für die Verteilung bei sich aufstellen zu lassen, sei der Weg frei gewesen.

Ende September soll laut Michel die Sendeanlage angeschlossen werden. Dann können die 40 Kunden, die bereits einen Vertrag mit ICA haben, im Internet loslegen, vorausgesetzt, sie haben ihre Empfangsantenne installiert. Die könne ab dem 20. September bestellt werden und koste rund 150 Euro. Die bereits gezahlten 100 Euro Startgeld würden über fünf Monatsgebühren verrechnet.

Michel geht davon aus, dass Ende Oktober 80 Prozent der Kunden angeschlossen sind. Wer noch nicht Kunde von ICA sei, könne immer noch auf den Zug aufspringen, da die Kapazitäten erweiterbar seien.

Da nach Schwentkers Worten die ICA-Richtfunktechnik trotz aller neuen Entwicklungen immer noch die einzige kurzfristige DSL-Lösung für Bereiche ohne Breitbandkabel ist, haben die Gemeinde und das Unternehmen durchaus das Interesse, ihre Zusammenarbeit weiter auszubauen. „Wir wollen in Halen nicht aufhören“, versicherte Ralf Michel. Allerdings müsse die Zahl der Nutzer so groß sein, dass es sich wirtschaftlich rechne. Im kleinen Halen ist das bereits gelungen.