Vermischtes Internet-Börsen für freie Studienplätze

13.07.2009, 22:00 Uhr

Tausende Studienplätze für Erstsemester waren an deutschen Hochschulen wegen Vermittlungsproblemen allein im Wintersemester 2008/2009 in Fächern mit Zulassungsbeschränkung frei geblieben. Jetzt gibt es Internet-Börsen, die nach dem Ende der Bewerbungsfristen über freie Plätze informieren, damit sich Interessenten ohne Studienplatz bewerben können.

Bereits ab dem 15. Juli will das Portal „studieren.de“ freie Studienplätze anzeigen. Universitäten und Fachhochschulen können hier ihre freien Kapazitäten anmelden, Interessierte können diese über ein dialogorientiertes System auswählen.

Studieren.de will die Anfragen an die Ansprechpartner der jeweiligen Hochschulen weiterleiten, die dann Kontakt zu den potenziellen Bewerbern aufnehmen können. Dieser kommerzielle Internetservice präsentiert kostenlos sowohl zulassungsfreie als auch zulassungsbeschränkte Studienangebote bis zum 15. Oktober.

Ab Anfang September können sich Studieninteressierte, die im August keinen Zulassungsbescheid erhalten haben, auch unter www.freie-studienplaetze.de informieren. Auch hier melden die Hochschulen ihre freien Plätze an, die Studieninteressierten können sich über ein Online-Losverfahren direkt bei den Hochschulen bewerben.

Dieses Angebot wurde vom Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen, nun stellen Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Informationen ein.

Die Fachhochschule Osnabrück will bei beiden Anbietern über freie Studienplätze informieren. „Wir möchten die Informationen möglichst breit streuen“, sagt Prof. Dr. Andreas Bertram. Der FH-Vizepräsident geht von sieben Fächern aus, bei denen Plätze frei bleiben werden. Darüber werde ab Mittwoch auf studieren.de informiert. „Die anderen Fächer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit besetzt.“

Wie die FH will auch die Universität Osnabrück auf ihrer eigenen Homepage über freie Studienplätze informieren. Hier will die Uni auch die Fristen für das Losverfahren veröffentlichen. Sie will sich jedoch darauf beschränken, freie Plätze auf www.freie-studienplätze.de einzustellen. „Es müssen ja alle Infos von uns gepflegt werden, das ist vom Aufwand her nicht zu leisten“, sagt Volker Peters, Leiter des Studierendensekretariats der Uni. Zusätzlich solle auch die lokale Presse benachrichtigt werden. „Wir wollen die Studierenden möglichst früh informieren“, betont Peters.

Viele Studenten hatten sich in jüngster Zeit parallel an mehreren Hochschulen beworben, da diese ihre Studienplätze selbst vergeben haben. Nach der Zusage eines Studienplatzes zogen die Erstsemester ihre Bewerbung an anderen Hochschulen zurück. Zuvor war die Zentralstelle für die Vergabe der Studienplätze zuständig.