Vermischtes Informatik-Test: Uni Osnabrück auf Platzz 1

01.12.2002, 23:00 Uhr

So lässt sich jedenfalls das Ergebnis eines bundesweiten Wissenstests unter Informatik-Studierenden im zweiten Semester zusammenfassen, bei dem die Uni Osnabrück den ersten Platz belegt hat. Der Fakultätentag der Informatiker hatte seinen Test an allen deutschen Unis verteilt, um zu prüfen, wie groß die immer wieder bemängelten Wissenslücken bei Studienanfängern wirklich sind.

Wonach wurde in dem auf 20 Minuten angelegten Test gefragt? Mathematische Fertigkeiten, grundlegende physikalische Konzepte, Verständnis von Fremdwörtern und Fachbegriffen, die zeitliche Einordnung geschichtlicher Ereignisse sowie englische Sprachkentnisse. Unter den 28 beteiligten Hochschulen erreichte dabei Osnabrück mit 25,7 Punkten den besten Platz; der Mittelwert lag bei 20,7 Punkten, das schlechteste Ergebnis waren 18,4 Punkte. Besonders erfreulich: Die knapp 90 Osnabrücker Studierenden aus der Zweitsemester-Vorlesung lagen in allen geprüften Bereichen über dem Durchschnitt.

Informatik-Professor Oliver Vornberger freute sich denn auch über das Ergebnis: "Schön, dass unsere Universität in einem Hochschulranking mal vorn liegt." Damit sei auch das Bemühen bestätigt worden, tüchtige Studenten nach Osnabrück zu holen und ihnen eine gute Informatikausbildung zu bieten, sagte Vornberger weiter.

Allerdings gibt es schon eine für Osnabrück spezifische Besonderheit: Im Gegensatz zu den meisten anderen beteiligten Universitäten wird hier kein Diplom-Studiengang Informatik angeboten. Die Hörer dieser Vorlesung kommen aus den Studiengängen Bachelor Cognitive Science, Diplom/Bachelor Physik, Diplom Systemwissenschaft, Bachelor Mathematik-Informatik und Diplom Mathematik.

Gerade diese Tatsache, dass hier ein Querschnitt aus verschiedenen Studiengängen befragt wurde, habe wohl zum guten Abschneiden der Uni Osnabrück geführt, sagte Vornberger gestern: "Gefragt war eine Mischung aus Fachwissen und Allgemeinbildung. Und da haben wohl die Cognitive-Science-Studierenden einen Vorteil gegenüber den Normalstudenten." Der Hochschullehrer hat übrigens selbst gestaunt, was bei diesem Test verlangt wurde: "Ganz schön knifflige Fragen" seien dabeigewesen, erinnerte er sich an den Fragebogen aus dem Sommersemester, dessen Auswertung jetzt auf dem Tisch liegt.