Vermischtes Himmelslaterne setzt Zelt in Brand

22.07.2009, 22:00 Uhr

Es sollte eine erholsame Campingwoche werden, stattdessen fand der Aufenthalt von Familie Tappe aus Gelsenkirchen auf dem Campingplatz am Alfsee in der Nacht zu Montag ein jähes Ende. Eine sogenannte Himmelslaterne setzte das Vorzelt des Wohnwagens in Brand. Nur durch einen aufmerksamen Camper wurde die Familie auf das Feuer aufmerksam.

„Wir sind immer noch geschockt“, berichtet Anke Tappe, die mit ihrem Ehemann und dem 13-jährigen Sohn in dem Wohnwagen geschlafen hatte. Mitten in der Nacht wurden sie durch lautes Schlagen gegen den Wohnwagen geweckt. „Ihr Vorzelt brennt!“, rief jemand.

Flammen und beißender Qualm kam ihnen entgegen, als sie die Tür geöffnet hatten. Fahrräder, ein noch verpackter Elektrogrill und ein Gummiboot brannten bereits.

Mit der Hilfe anderer Camper gelang es den Tappes, das Feuer zu löschen. Schnell war der Auslöser für das Feuer gefunden: Eine sogenannte Himmelslaterne war auf dem Vorzelt gelandet und hatte es in Brand gesetzt. Beamte der Polizei in Bersenbrück nahmen den Fall auf.

Auch für Familie Tappe ist der Fall nicht erledigt. Vorzelt und Fahrräder sind komplett zerstört, der Wohnwagen, dessen Tür bei der Flucht offen blieb, ist von innen schwarz geräuchert. Immer noch denken sie darüber nach, was hätte passieren können, wären sie nicht geweckt worden. „Wir haben sonst immer exakt die Fenster dort zum Vorzelt geöffnet, wo der Brand angefangen hat“, berichtet Anke Tappe, „nur an diesem Tag hatten wir, warum auch immer, die Fenster zur anderen Seite geöffnet“. Sie fragt sich, ob sie den beißenden Rauch im Schlaf wohl rechtzeitig bemerkt hätten. In der Nähe ihres Wohnwagens habe außerdem ein großes Schlafzelt einer Familie gestanden, das von der brennenden Himmelslaterne genauso hätte getroffen werden können.

Für Hinweise, wo die Himmelslaterne gestartet wurde, hat Familie Tappe eine Belohnung ausgesetzt. „So ein Ding startet ja niemand alleine, in der Regel werden sie bei Partys losgelassen“, sagt Anke Tappe.

Auch die Polizei in Bersenbrück interessiert sich dafür, wo die Himmelslaterne gestartet wurde. Die Flugobjekte sind nämlich seit dem 1. Mai dieses Jahres in Niedersachsen verboten.