Vermischtes „Haltet Freundschaft aufrecht“

17.07.2009, 22:00 Uhr

„Haltet Kontakt und geschlossene Freundschaften aufrecht in und für ein friedvolles Europa“ wünschte Hauptamtsleiter Gottfried Müller beim Abschlussabend für die 40 Jugendlichen aus Melle und seinen Partnerstädten am Donnerstagabend im Bad Essener Haus Sonnenwinkel.

Dieser Wunsch könnte in Erfüllung gehen, denn dass sich die Teilnehmer des Jugendcamps gut verstanden und eine tolle und schöne Zeit erlebt haben, das kam herüber bei den vielen musikalischen und tänzerischen Darbietungen, die in dieser Zeit einstudiert und den Zuschauern mit Schwung und Spaß präsentiert wurden. Im Publikum saßen die Eltern der deutschen Jugendlichen, Mitglieder des Deutsch-Baltischen Freundeskreises, Sponsoren und Vertreter des Stadtrates, Bürgermeister André Berghegger und sein Amtskollege Evgeny Ignatov aus Torzhok mit seiner kleinen Delegation. Die Gäste aus Russland saßen beim Abschlussabend sozusagen schon auf den gepackten Koffern, denn in der Nacht zum Freitag ging es für die Jugendlichen und die offizielle Delegation schon zum Flughafen und in die Heimat zurück. Als Gastgeschenk hatte Torzhoks Bürgermeister nicht nur eine Seidenstickerei als handwerkliche Spezialität seiner Heimatstadt im Gepäck, unter Torzhoks Deputierten (Ratsmitgliedern) sind auch Musiktalente: Delegationsmitglied Vladimir Tselunov griff zu aller Überraschung zur Gitarre und sang ein selbst komponiertes Lied über Torzhok.

Vielleicht, hoffte der russische Bürgermeister Ignatov in seiner Ansprache, seien unter den Jugendlichen ja künftige Politiker und Präsidenten, die mit den hier gemachten Erfahrungen am friedlichen Europa weiterbauen können. Bürgerbegegnung – unsere Partnerschaften – Bausteine für Zusammenarbeit und Frieden in Europa, unter dieser Flagge lässt die Stadt Melle auch diese Begegnung junger Bürger offiziell laufen.

Ob und wann sich die neuen 40 Bausteine wiedersehen werden, steht nicht fest, ebenso wenig wie der Ort der nächsten Begegnung, ob in Torzhok oder in Jekabpils. Vielleicht auch in Polen, schloss Gottfried Müller, in der Stadtverwaltung zuständig für Partnerschaften, nicht aus. Seinen Dank sprach er den vielen Helfern und Unterstützern vor und hinter den Kulissen aus, die zum Zustandekommen und Gelingen des Camps beigetragen haben, den Workshopleitern, dem Team vom Haus Sonnenwinkel und vor allem den Verwaltungsmitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die sich in diesen Wochen ausschließlich um die Betreuung der Jugendlichen gekümmert haben. Der Applaus auch für das Musikständchen der Betreuer offenbarte deren Beliebtheit bei den Jugendlichen.

Ein Ort für den nächsten weiteren Freundschafts-Baustein wurde schon ausgeguckt: Im Grönenbergpark soll als Nächstes nach Nigde in der Türkei und New Melle in den USA ein Platz der Freundschaft zu Torzhok gewidmet werden.

Erste Ideen und Entwürfe zu einem Stelenensemble, an dem Jugendliche aus Melle und Torzhok mitwirken sollen, kursieren bereits in den Köpfen von Kunsterzieher Detlef Groth und Gottfried Müller, und Torzhoks Bürgermeister sicherte bereits zu, diese Idee zu unterstützen, eventuell auch mit einem Pendant in Torzhok.