Vermischtes Gleisabbau ohne Folgen

15.07.2009, 22:00 Uhr

Von Unkraut überwucherte Gleise erinnern am Bramscher Bahnhof an Zeiten, als Züge noch eine größere Bedeutung hatten als früher. Wenn die jetzt aber verschwinden, ist das kein Vorzeichen eines weiteren Rückgangs.

„Das von der DB Netz AG geplante Rückbauvorhaben beeinträchtigt den Schienenverkehr auf der Strecke Oldenburg–Osnabrück nicht.“ Das ist der Kernsatz aus einem Schreiben, mit dem der niedersächsische Verkehrsminister Philipp Rösler eine Anfrage der Bramscher Landtagsabgeordneten Filiz Polat (Grüne) beantwortet. Die hatte sich mit einer Anfrage an die Landesregierung gewandt und dabei die Sorge geäußert, der beantragte Rückbau von Weichen und einem Gleis im Bahnhof Bramsche könne Nachteile insbesondere für den „massiv wachsenden Güterverkehr“ bringen.

Die DB Netz AG habe lediglich den Rückbau von Anlagen für den örtlichen Güterverkehr beantragt. Es handele sich dabei überwiegend um Stumpfgleise, die nicht als Kreuzungs- oder Überholgleise nutzbar seien. „Der Rückbau vermindert daher die Leistungsfähigkeit der Strecke nicht“, heißt es in der Stellungnahme. Da auch der Bestand des Bahnhofes an sich nicht gefährdet sei, bedürfe das Vorhaben auch keiner Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.

Die Passagiere der Nordwestbahn werden von den Umbauarbeiten nach Einschätzung des Landes profitieren können: Durch die Verlegung von Weichenverbindungen werde künftig ein weiteres Gleis für Einfahrten aus Richtung Osnabrück zur Verfügung stehen, das es bisher nicht gab.