Vermischtes "Gastrogilde" zieht Bilanz der Aktion "Mit Rad up Pad"

07.12.2002, 23:00 Uhr

Der Sommer 2002 hat im Rückblick seinen Namen wahrlich nicht verdient. Aber immer dann, wenn sich die Sonnenstrahlen gegen die regenschwangeren Wolken durchsetzten, schnappten sich einige hundert Radfahrer ihren Drahtesel und machten sich auf, Merzen, Neuenkirchen und Voltlage samt reizvoller Landschaft zu erkunden.

65 Kilometer lang ist die Strecke, die die "Gastrogilde" erschlossen hat und die bis in den hintersten Winkel der Gemeinden führt. Die "Schmandsteh" in Engelern, der "Pille-Poggenteich" in Neuenkirchen oder der "Schatthövel" in Weese – diese und andere markante Punkte liegen auf der Tour. Die ist detailliert beschrieben in der dritten Auflage der Radwanderkarte mit dem Titel "Mit Rad up Pad".

Wie viele Pedaleure nun seit Start der Aktion Mitte März in der Samtgemeinde Neuenkirchen genau unterwegs gewesen sind, das konnte Heinz Gerbus in der Versammlung in Voltlage nur schätzen. Genau beziffern lässt sich dagegen die Zahl der Teilnehmer an der Verlosung: 70 Pedalritter kehrten während ihrer Tour in mindestens sechs der zehn beteiligten Gastronomiebetriebe ein und ließen sich ihre Einkehr auf der Teilnahmekarte mit einem Stempel bestätigen.

Ulrich Gövert, beratendes Vorstandsmitglied und in der Samtgemeinde Neuenkirchen zuständig für den Tourismus, spielte vor einigen Tagen "Glücksfee" und zog aus den eingesandten Karten den Gewinner des Hauptpreises. Das nagelneue Fahrrad überreichte Heinz Gerbus nun an Irmgard Grüter. Auch die Voltlagerin hat sich durch die vielen Schlechtwetter-Tage nicht beirren lassen und sich bei jeder Gelegenheit gemeinsam mit Verwandten auf den Weg durch die Samtgemeinde gemacht. Von dem Angebot der "Gastrogilde" ist sie sehr angetan, "ich habe von Anfang an alle angebotenen Radrundfahrten mitgemacht", sagte sie.

Während die Radwanderer ihre Zweiräder inzwischen eingemottet haben, wartet auf die Mitglieder der "Gastrogilde" noch viel Arbeit. Die Wintermonate will der Verein nach den Worten von Heinz Gerbus nutzen, um an einer Neuauflage des Radrundweges zu arbeiten. Fest steht schon heute, dass die Tour 2003 wieder angeboten wird. "An besonderen Aktionen arbeiten wir noch", sagte er.