Vermischtes „Förnanner un Mitnanner“ steht vor dem Aus

31.07.2009, 22:00 Uhr

Beim Verein „Förnanner un Mitnanner“ herrscht Resignation. Nachdem am Donnerstag in einer entscheidenden Vorstandssitzung keine Lösung für die finanziellen Probleme des Papenburger Mehrgenerationenhauses (MGH) gefunden wurde, droht jetzt die Auflösung des Vereins.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Dr. Helmut Kordy, der die Interessen des Vereins vertritt, dass das Defizit von rund 1000 Euro nicht mehr abgedeckt werden konnte. Auch die Bemühungen von Unterstützer Hermann-Josef Averdung seien erfolglos geblieben. Somit bleibe am Ende nur die Erkenntnis: „Im Grunde gab es außer einer Vielzahl an Worten keine Zuwendungen.“

Der Verein hatte per Nachfolgevertrag vom insolventen Verein Levana die Trägerschaft des MGH übernommen. Immer wieder hatten laut Kordy die zwölf Mitglieder des Vereins ehrenamtlich zugepackt und dem Verein Geld geliehen, um die laufenden Kosten etwa für Personal und Lagerung von Material leisten zu können. Jetzt aber wird die angestellte Kraft nicht weiterbeschäftigt. Auch für die weitere Lagerung etwa der Kindergartenausstattung und von Büromöbeln gibt es laut Kordy im Verein keine Bereitschaft mehr. Erst vor wenigen Tagen habe der Eigentümer des jetzigen Lagers darum gebeten, dieses zu räumen, da es weitervermietet worden sei. Nun werde, statt umzuräumen, das Lager aufgelöst. Ein Teil des Materials sei bereits einem Kinderhospiz kostenlos zur Verfügung gestellt worden. „In der kommenden Woche werden wir nun prüfen, ob der Verein aufgelöst oder weitergeführt wird“, kündigte Kordy an. Aus seiner Sicht habe „Förnanner un Mitnanner“ jetzt aber seinen „Sinn“ verloren.

Im Zuge dieser Entwicklung ist nun die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB) einziger Bewerber um die Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses in dem noch laufenden Entscheidungsprozess im Niedersächsischen Sozialministerium. HÖB-Leiter Dr. Thomas Südbeck kündigte an, dass die Bewerbung nach wie vor aufrechterhalten werde. Eine Entscheidung des Ministeriums, wer neuer Träger werden soll, sei seines Wissens bislang noch nicht getroffen worden. Die HÖB-Vorsitzende Ursula Mersmann erklärte, dass es gut vorstellbar sei, das MGH in das Zentrum für Generationen bei der HÖB einzubinden. Allerdings befinde man sich nach wie vor in der „Findungsphase“.