Vermischtes Finanzspritze gibt Luft für das Stadtsäckel

30.06.2005, 22:00 Uhr

Das gibt Luft fürs Stadtsäckel: 25 Jahre nach dem ersten Bemühen um Städtebauförderung ist Bersenbrück jetzt in dieses Bundesprogramm aufgenommen worden. Damit darf sich die Kommune auf eine Finanzspritze in Millionenhöhe für die Sanierung der Bramscher Straße freuen. Und: Auch einzelne Bürger mit Modernisierungsabsichten könnten Nutznießer sein.

"Es gibt doch noch Lichtblicke in der Ratsarbeit", sagte der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Rolf Gelinsky (CDU), zu Beginn der jüngsten Ratssitzung im Hotel Hilker, die, wie berichtet, vom Rücktritt von Bürgermeisterin Renate Hülsmann überschattet war. "Es fließt viel Geld nach Bersenbrück" , sagte Gelinsky. "Das heißt aber nicht, dass wir goldene Fliesen in der Straße verlegen."

Die Umsetzung der Städtebauförderung hat die Stadt den Spezialisten der Sanierungsträger GmbH BauBeCon übertragen. Der Umbau der Bramscher Straße erstreckt sich nach den Worten von BauBeCon-Mitarbeiter Rolf Schütte vom Hotel Kreke bis zur Kreuzung an der Bundesstraße, erfasst zudem die Häuserzeilen links entlang der Straße sowie rechts die Schulen. Voraussichtlich bis 2010 zeigt das Stadtbild Bersenbrücks sein neues Profil.

Die Netto-Ausgaben belaufen sich nach derzeitigen Planungen auf rund drei Millionen Euro. Ein Drittel schießt der Bund zu, den Rest zahlt die Stadt. Was könnte sich also in der Bramscher Straße ändern? Schütte nennt einige Beispiele: "Breitere Gehwege, schmalere Straße, geräuscharme Fahrbahn, Platz für Radler und Parkplätze."

Sparen kann die Stadt zudem beim Abriss der Hauptschule, der bekanntlich für den Neubau der Haupt- und Realschule notwendig ist. Und für den einzelnen Bürger interessant: Nach vom Rat noch festzulegenden Kriterien könnten private Modernisierungen mit bis zu 30 Prozent gefördert werden.

CDU-Fraktionschef Gerd Uphoff sagte, vorrangiges Ziel müsse sein, den Durchgangsverkehr zu vermindern. Verkehrsberuhigung allein reiche aber nicht. "Wir wollen den Wandel von einer Verkehrsstraße zu einer Geschäftsstraße. Das Einkaufserlebnis ist wichtig."

Vor dem möglichen Wegfall von Überquerungshilfe und drei Zebrastreifen warnte hingegen Manfred Krusche (SPD). Sie könnte in einer Tempo-30-Zone notwendig werden. "Das wäre eine wesentliche Verschlechterung", sagt der Ratsherr.