Vermischtes Fast eine "goldene Brücke" für die Samtgemeinde

31.05.2007, 22:00 Uhr

Es sei fast schon eine "goldene Brücke", die das niedersächsische Innenministerium den Fürstenauern da gebaut habe, stellte Friedhelm Spree fest. Seine CDU/FDP-Gruppe stimmte im Samtgemeinderat dem Abschluss einer "Zielvereinbarung zur Haushaltskonsolidierung" ebenso zu wie die Gruppe SPD/Grüne. Damit hat die Samtgemeinde alle Chancen, 900000 Euro vom Land zur Schuldentilgung zu erhalten.

Das Geld brauchen die Fürstenauer, Bippener und Berger dringend. Insgesamt hat die Samtgemeinde mit ihren Kommunen Darlehnsschulden in Höhe von 15,4 Millionen Euro. Hinzu kommen Kassenkredite in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Die 900000 Euro werden allerdings nicht einfach so fließen. Die Auszahlung des Geldes ist - wie immer - damit verbunden, dass die Samtgemeinde im Gegenzug in vergleichbarer Größenordnung spart. Hier sind Verwaltung und Kommunalpolitik in früheren Jahren aber schon bis an ihre Grenzen gegangen. Das aber heißt keineswegs, dass es nicht noch Potenzial gibt - zum Beispiel bei der interkommunalen Zusammenarbeit, jener "goldenen Brücke", von der Friedhelm Spree sprach. Sie soll im Rahmen der Zielvereinbarung mit den Samtgemeinden im Nordkreis noch weiter ausgebaut werden. Felder der Zusammenarbeit sind unter anderem der Winterdienst, Fortbildungen, das Beschaffen von Büromaterial oder ein gemeinsames Kreditmanagement. Hier gebe es bereits viele Ansätze, ein weiterer Ausbau sei aber im Interesse einer nachhaltigen Etatkonsolidierung sinnvoll, betonte Samtgemeindebürgermeister Peter Selter.