Vermischtes Experimente mit Wasser

10.07.2009, 22:00 Uhr

Man kann es trinken, sich damit waschen oder auch darin schwimmen. Was Wasser sonst alles noch kann, das erforschte Dr. Birgit Münchow mit sechs Ferienkindern aus Hagen im Museum am Schölerberg in Osnabrück.

Sie vermittelte den Kindern im Alter von acht bis elf Jahren nicht nur Wissenswertes wie etwa die Tatsache, dass ein Mensch zwar Fett- aber keine Feuchtigkeitsreserven hat und somit nur drei Tage ohne Trinken überleben kann. Das Hauptaugenmerk der Aktion legte die Fachfrau auf Experimente – und somit auf spielerisch vermittelte Fakten.

„Wasser kann einen Berg bilden“ wäre eine passende Beschreibung für den Versuch, den die jungen Wissenschaftler als ersten unternahmen. Dazu sollten sie möglichst viel und möglichst vorsichtig Wasser in ein bereits ziemlich volles Glas gießen. Tatsächlich bildete die auf der Bindung der Wasserteilchen beruhende Oberflächenspannung bald auf allen Gläsern einen kleinen Hügel. Und das begeisterte die Kinder aus Hagen.

„Boah das Wasser geht bei mir über den Rand“, bemerkten einige ganz erstaunt. Im Anschluss ließen sie kleine Gegenstände, etwa Stecknadeln, Büroklammern oder Streichhölzer auf dem Wasser schwimmen – auch dies beruhte auf dem gleichen Effekt. Und den kann man mit Spülmittel, das die Bindung zwischen den Wasserteilchen aufhebt, auch sehr effektiv und anschaulich rückgängig machen.

Apropos Spülmittel: Mit ein wenig Wasser und Seifenblasenlösung – verdünntes Spülmittel mit ein wenig Zucker versetzt – zauberten die Forscher zur Erholung wunderbare Blasen auf den Tischplatten. Manche schafften es sogar, Blasen in andere zu setzen. Das gemeinsame Reinigen des Tischs fanden sie allerdings nicht sonderlich spannend.

Vor der abschließenden Unterhaltung, dem Fliegenlassen einer Wasserrakete, ließen die Kinder noch Wasser bergauf fließen. Mithilfe eines Schlauchs und einem kurzen Ansaugen floss des kühle Nass durch einen Schlauch erst bergauf und dann kontinuierlich in eine tiefer gelegene Wanne – schuld daran war natürlich auch wieder die Wasserbindung. Manchen Forscher gefiel das Experiment so gut, dass sie immer wieder Wasser oben nachgossen - und damit für eine kleine Überschwemmung im Museum sorgten. Zum Abschluss ließen die Naturforscher noch Wasser über einem Teelicht verdunsten und auf einer Glasscheibe weiter oben wieder kondensieren. So hatten sie noch etwas Regen gemacht.