Vermischtes Emsländer viermal in DSV-Endläufen bei den "Deutschen" in Goslar

03.12.2002, 23:00 Uhr

Der Auftritt der emsländischen Schwimmsportler bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Goslarer ,,Aquantic"-Schwimmpark konnte sich sehen lassen. Neben Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel), der mit Spitzenleistungen gleich dreimal den Sprung ins offene deutsche Finale schaffte und mit "Bronze" die Fachwelt überraschte, sorgte Nicole Heidemann im 50-m-Brust-Endlauf für die absolute Topleistung in der Geschichte des TV Meppen.

Mit 32,74 Sekunden und nur 5 Hundertstel über ihrem eigenen Bezirksrekord qualifizierte sich Nicole als Achte erstmalig für ein offenes DM-Finale, nachdem sie im letzten Jahr in Rostock knapp gescheitert war. Etwas verkrampft bestätigte die 20-jährige Auszubildende der Sparkasse Emsland in 33,03 Sekunden die Platzierung. Auch nicht ganz optimal lief es über 100 m Lagen, bei denen sie eigentlich den Bezirksrekord von Nina-Christin Winter "knacken" wollte. Mit 1:08,14 Minuten verpaßte sie ihr Ziel nur um gut eine halbe Sekunde.

Mit zwei Bezirksrekorden wartete das 19-jährige Brustas des TV Meppen, Matthias Wessels, in Goslar auf: 1:04,29 Minuten über 100 m und 29,41 Sekunden beim Sprint. Sehr schwer hatten es die jungen Talente des TV Meppen, die sich der zum größten Teil zwei bis drei Jahre älterer Konkurrenz erwähren mussten. Am besten bewältigte das noch die 13-jährige Charlotte Gels, die über 50 m Schmetterling in 29,72 Sekunden zwar ihre Bestzeit um 43 Hunderstel verpasste, aber in der Kategorie der Jahrgänge 1988 und jünger immerhin auf dem vierten Platz landete. Juliane Menke hatte in Goslar einen sehr schweren Stand, denn es lief bei ihr überhaupt nicht. Lediglich beim Rückensprint (32,73 Sek,) blitzte ihr großes Talent durch.

Das schwimmsportliches ,,Feuerwerk", das dagegen Marco in der Kaiserstadt am Fuße des Harzes abbrannte, dokumentierte sich in der Freude seines erfolgsverwöhnten Trainers, Dirk Lange vom Olympiastützpunkt Hamburg (,,Marco wird seinen Weg bis 2004 oder 2008 gehen"), aber ebenso sehr beim zuständigen Bundestrainer Achim Jedamski, der große Stücke auf den 17-jährigen Gymnasiasten hält. Nach Marcos Glanztat über 100 m Rücken zum Schluss der Titelkämpfe, als nie erwartete 53,99 Sekunden (Steigerung in drei Wochen um fast drei Sekunden!) auf der großen Anzeigetafel leuchteten, überreichte er dem Hümmlinger die Einladung zum Drei-Nationen-Juniorenländerkampf (16- und 17-Jährige) ins spanische L×on. In der Stadt bei La Coruna wird der Sigiltra-Schwimmer vom 12. bis 16. Dezember gegen die Auswahlen Italiens und Spaniens wohl auch über 100 m Freistil eingesetzt, da er sich um fast eine Sekunde auf 50,68 verbesserte und schnellster 17-jähriger war.

Mit seiner Topleistung über 100 m Lagen in der deutschen Altersklassenrekordzeit von 55,56 Sekunden, womit Marco seine erste offene Medaille bei deutschen Titelkämpfen holte, steht er zur Zeit auf dem 7. Rang der offenen Weltbestenliste für die noch junge Kurzbahnsaison 2002/2003 - auf Rang 1 bei den 15- bis 17-jährigen!