Vermischtes Eintauchen in das Leben vor 2300 Jahren

29.07.2009, 22:00 Uhr

Die Sparkasse Venne unterstützt die Aktionen rund um das Eisenzeithaus am Knostweg mit einem Betrag von 1000 Euro. Bernd Rosenke überreichte jetzt den symbolischen Scheck an Ostercappelns Gemeindebürgermeister Rainer Ellermann und Karl Sielemann, Geschäftsführer des Tourismusvereins Ostercappeln.

„Das Geld stammt aus den Zweckerträgen des PS-Sparens“, erläutert Rosenke. Die Spende hilft bei der Finanzierung des Köhlerfestes. Das ist die größte Veranstaltung, die in diesem Jahr auf dem Eisenzeithausgelände organisiert wird.

Am Samstag, 29., und Sonntag, 30. August, findet das Fest statt. Beginn ist am 29. August um 15 Uhr. „Am Haupttag, Sonntag, 30. August, findet die Ernte des rund 20 Raummeter großen Meilers statt, und die Kohle kann vor Ort erworben werden. Zehn Kilogramm beste Buchenholzkohle kosten 15 Euro. Der Erlös kommt dem Eisenzeithaus zugute“, berichtet Sielemann.

Um Holzkohle zu produzieren, muss jede Menge Holz eingesetzt werden. „Schon ab Freitag, 21. August, wird der Meiler von Peter Feldmer von der Harzköhlerei Stemberghaus auf dem Gelände aufgebaut und betrieben“, so Sielemann.

Darüber hinaus seien wieder verschiedene Eisenzeitgruppen mit von der Partie, die das Leben, den Alltag und vor allem das Handwerk der Jahrhunderte vor Christi Geburt darstellen.

In der Zeit vom 21. bis 29. August ist das Eisenzeithaus dann täglich von 15 bis 18 Uhr geöffnet, und es gibt verschiedene Vorführungen auf dem Gelände. Zum Beispiel Schmieden in der Feldesse, Brotbacken im Lehmofen oder Kochen über dem Feuer. „Außerdem wollen wir im Laufe der Woche einen Rennfeuerofen bauen“, sagt Sielemann.

Am Sonntag, 23. August, wird zudem eine Führung zur Schnippenburg angeboten, die um 15 Uhr vom Wanderparkplatz Krebsburger Mühle startet. Ein weiteres Highlight des Rahmenprogramms soll das Konzert der Venner Folk-Gruppe „Circle Nine“ am Dienstag, 25. August, ab 19 Uhr auf dem Eisenzeitgelände sein.

Wie berichtet, beteiligt sich das Eisenzeithausteam auch an den Ferienspielen. Unter Leitung der Mitarbeiter der Stadt- und Kreisarchäologie wurde beziehungsweise wird geschmiedet wie zur Eisenzeit vor 2300 Jahren. Bogenschießen und das Herstellen von Glasperlen und sonstigem Schmuck zählen ebenfalls zu den Aktionen.

„Wir freuen uns über die gute Resonanz“, betonen Ellermann und Sielemann. Es sei gelungen, das Eisenzeithaus mit Leben zu erfüllen.

Wie haben die Menschen in der Zeit vor 2300 Jahren in der Region gelebt und gearbeitet? Antworten auf diese Frage soll das Gebäude geben, das im September des vergangenen Jahres offiziell eingeweiht worden ist.

Die Idee, ein solches Gebäude zu bauen, entstand Anfang 2005 im Zusammenhang mit den Grabungen der Schnippenburg im Krebsburger Wald. Initiator war Sebastian Möllers, Ausgrabungsleiter der Schnippenburg. Das Haus ist ein Baustein, um die Epoche der Schnippenburg wieder lebendig werden zu lassen. Das Ausgrabungsareal im Krebsburger Wald, das Eisenzeithaus mit seinen verschiedenen Aktionen sowie das geplante Schnippenburg-Museum in Schwagstorf, das 2010 eröffnen soll, gehören also zusammen.