Vermischtes Ein Stutensoppen-Essen mit dem "Bauernlümmel"

28.12.2002, 23:00 Uhr

Und in der Tat, die Stimmung im Publikum während der 25. Auflage des Westerkappelner Traditionsessens am Samstagabend im „Langenbrücker Hof“ war prächtig, prächtiger als im vergangenen Jahr, denn die Organisatoren des Kultur- und Heimatvereins hatten zur „Geburtstagsspeisung“ auch für ein entsprechendes Programm gesorgt.

Keine Frage, zum „Star des Abends“ avancierte ein „Cappelner Bauernlümmel“ aus Lotte-Wersen, in Westerkappeln aber bekannt wie der berühmte „bunte Hund“. Heinz Twiehaus, langjähriger Westfalia-Vorsitzender, zeigte sich von einer Seite, die manchem Gast bisher gänzlich unbekannt war. „Hast du gewusst, dass Heinz Twiehaus so lustig sein kann?“, war mehrfach im Saal zu vernehmen. Für passende Antworten sorgte der „Bauernlümmel“ persönlich, und wie, manchmal vielleicht „nicht ganz stubenrein“, wie er selbst zugab. Doch mit seinen plattdeutschen Dönekes strapazierte er die Lachmuskeln der gesättigten Zuhörer. Ohne Zugabe durfte „Heinz“ die Bühne natürlich nicht verlassen. Das Geheimnis seines Talents als Alleinunterhalter? Da gebe es eigentlich kein Geheimnis, Witze habe er halt immer schon gerne erzählt. Richtig: Nach dem offiziellen Teil wurde an der Theke weiter gelacht, mittendrin Heinz Twiehaus.

Neun Kiepenkerle aus Nordwalde überzeugten ebenfalls mit ihren Auftritten. Die „Nordwalder Mischung“ mit Geschichten und Liedern auf Platt brachte um kurz nach 22 Uhr die Besucher sogar zum Schunkeln. Schließlich war da noch ein Gesangs-Sextett der besonderen Art: Musikalisch begleitet von „Leierkastenmann“ Heinz Schröer, präsentierten Christa Hartmann, Inge Loske, Dieter Wulfes, Hartmut Hoppe, Horst Dormann und Franz-Josef Schlie, allesamt Vorstandsmitglieder des Kultur- und Heimatvereins, das „Stutensoppenlied 2002“, ein kleiner gesanglicher Streifzug durch 25 Jahre „Stutensoppenessen“, angereichert mit Schnappschüssen des besagten Vierteljahrhunderts. Ohne Zugabe durften die Gesangskünstler selbstverständlich auch nicht gehen.

Und was war mit dem deftigen Teil des Abends? „Blumen für die Wirtsleute Ide“, plädierte Vereinschef Wulfes nach dem Mahl. Der unterstützende Applaus signalierte zufriedene „Stutensoppen-Fans“. Selbst „Stutensoppen-Neulinge“ zeigten sich angetan vom „Westerkappelner Nationalgericht“. Heinz Hünteler, einer der Nordwalder Kiepenkerle und eher ein Freund des „Nordwalder Wurstebrotes“, empfand „Stutensoppen“ mit Bauch, Kasseler, Mettenden oder frischen Bratwürsten „als äußerst schmackhaft“. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Kölker, er hielt „allein auf weiter Flur“ die Farben der eingeladenen „politischen Prominenz“ hoch, ließ sich die kulinarische Spezialität munden. Sein frühzeitiger Abschied kurz nach dem Essen hatte eher etwas mit dem Termin-Marathon der vergangenen Wochen zu tun.

Ansonsten meldete Vereins-„Pressechefin“ Christa Hartmann keine besonderen Vorkommnisse: „Pleiten, Pech und Pannen hat es in diesem Jahr nicht gegeben.“ Gut, allerdings hatte am Samstag wieder einmal ein Pkw-Lenker Probleme, sein Fahrzeug aus der nassen Wiese am „Langenbrücker Hof“ auszuparken. Namen werden diesmal nicht genannt.