Vermischtes Ein rustikales Familienfest

26.07.2009, 22:00 Uhr

„Maket so wieder un hoalt ju munter!“ – Mit dieser Anregung in plattdeutscher Sprache schloss gestern Ulrich Göwert als Vertreter des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems sein Grußwort an die Mitglieder des Berger Heimatvereins, die aus Anlass des 75-jährigen Bestehens zu einem Festakt in das Heimathaus geladen hatten. Ein ökumenischer Gottesdienst in der Lutherkirche war der Feier vorausgegangen.

Begrüßung, Rückblick, Ausblick, Musik, Gesang und vor allem Grußworte von Vertretern aus Verwaltung, Politik sowie aus Vereinen und Verbänden – der Vorstand des Jubiläumsvereins um Ingo Hollermann und Martina Kramer bot das ganze Festakt-Programm und kündigte zudem „ein rustikales und rundes Familienfest“ an .

Ingo Hollermann ließ den Werdegang des heute 480 Mitglieder zählenden Vereins Revue passieren und erinnerte an Männer und Frauen „der ersten Jahre“, an „Gründer und Förderer“, unter anderen an Georg Krümpelmann und Rita Borgmann, die kürzlich verstorben ist.

Weiterhin dankte Ingo Hollermann dem Ehrenschatzmeister Alois Klövekorn, dem „Forscher, Autor und Lernstandortgründer“ Udo Hafferkamp und etlichen anderen, die „der gemeinsamen Sache ihren Stempel aufgedrückt“ hätten.

75 Jahre seien „fürwahr ein guter Grund zum Feiern“, befand Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, der „auch ein paar Worte verlieren“ wollte, die Arbeit des Vereins würdigte und ein „Flachgeschenk“ überreichte. Berges Bürgermeister Volker Brand bedankte sich unterdessen beim Jubiläumsverein für dessen sowohl kulturellen als auch geselligen Part innerhalb der Dorfgemeinschaft und wünschte für die Zukunft alles Gute.

„Danke und macht weiter so“, appellierte Franz Buitmann als Vorsitzender des Kreisheimatbundes an die Heimatfreunde. Vor allem Berge sei aus diesem Verbund gar nicht mehr wegzudenken, so Franz Buitmann – nicht zuletzt auch weil es Personen mit hoher Wertschätzung in seinen Reihen habe. Der Bersenbrücker machte überdies Mut in Sachen Mitgliederentwicklung, bezog sich dabei auf eine Emnid-Umfrage und sprach von neuer Bedeutsamkeit des Faktors Heimat.

Glückwünsche zum Vereinsgeburtstag übermittelte auch Heinrich Böning vom Stadtmuseum Quakenbrück. Ihm folgte Udo Hafferkamp, der zudem mit seinem Bruder Horst die musikalischen Akzente während des Festes setzte. „Was der Heimatverein Berge an Aktivitäten und Heimeligkeiten bewirkt hat, hat Kreise gezogen“, betonte Udo Hafferkamp. Die Berger seien in Sachen Heimathaus Vorreiter gewesen und hätten auf diese Weise viel Gutes für den gesamten Osnabrücker Nordkreis getan.

Bevor die Jubiläumseiche ihren Platz im Garten des Heimathauses bekommen und der Festakt in gemütliches Klönen und Grillen übergehen sollte, war es an Kai Burrichter, die Angebote des Vereins mit „seinem Herzstück Heimathaus“ im Rahmen eines dezidierten Ausblicks aufzulisten und schmackhaft zu machen. „Lasst uns die Erde den Kindern übergeben“, hieß es dann klangvoll, was vor allem den Gästen der Feier galt, die noch zur Schaufel greifen mussten.