Vermischtes Drei junge Playback-Tenöre waren die Stars

08.03.2003, 23:00 Uhr

Die geehrten Bürger standen im Mittelpunkt des Abends im Kurhaussaal, doch die eigentlichen Stars der „31. Bad Rothenfelder Mahlzeit“ hießen „Die 3 Tenöre“, waren sich im Nachhinein Gastgeber und Gäste einig. So, als seien sie sich der großartigen Wirkung ihrer Show voll bewusst, nahm ein jugendliches Trio aus Hövelhof den Jubel der faszinierten 400 Gäste entgegen.

„Was brauchen wir das Gerry-Weber-Stadion in Halle, wenn wir so etwas hier bieten können?“, hatte Moderator Karlhans Simnoch zuvor in den Saal gefragt. Es folgte ein toller Auftritt von Michael Beringmeier (14), Laura Münsterteicher (11) und Stefan Siegenbrink (13) als Imitatoren nach Playback-Musik von José Carreras, Placido Domingo und Luciano Pavarotti, bei dem sie durch Pantomime den gebannt die Darbietung verfolgenden Zuschauern im wahrsten Sinne des Wortes „entgegenkamen“.

Es war ein wahrer Glücksgriff von Bürgermeister-Ehepaar Rehkämper, das mit einem der Akteure weitläufig verwandt ist, dieses Trio kurzerhand zur „Mahlzeit“ eingeladen zu haben. Die Show war der Höhepunkt der Veranstaltung.

Klaus Rehkämper hatte eingangs bemerkt, dass die Bürger die „Mahlzeit“ zu einem „gesellschaftlichen Ereignis der besonderen Art“ auserkoren haben: „Man trifft sich, um in ungezwungener Atmosphäre mit Freunden und Bekannten bei deftigem Essen zusammenzusitzen und sich zu unterhalten“. Der Grundgedanke der ersten „Mahlzeit“ im Jahr 1972, untereinander Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen, gelte immer noch: „Geselligkeit und Gespräche waren und sind die Eckpfeiler dieser Veranstaltung“, so Rehkämper.

Zum Zeitpunkt der Darbietung des Trios war die traditionelle „Schlachteplatte“ mit 100 Kilogramm Kasseler, 50 Kilogramm Bauchfleisch, 40 Kilogramm Mettwurst und je 80 Kilogramm Sauerkraut sowie Kartoffelpüree bereits verzehrt, und auch die verdienten Bürgerinnen und Bürger aus dem Heilbad hatten ihren „Bad Rothenfelder Teller“ nebst Urkunde vom Bürgermeisters empfangen.

Traditionell wurde wieder örtlichen Institutionen Gelegenheit gegeben, sich vorzustellen. Dieses Mal war es die „Eva-Hüser-Schule“, deren Leiterin Christiane Kamens-Glösemeyer auf Geschichte und Angebot hinwies. Eine Schülergruppen führte anschießend Wirbelgymnastik nach afrikanischen Trommelrhythmen vor.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musikkapelle Bad Laer unter der Leitung von Walter Bredemann, und vor dem abschließend gemeinsam gesungenen „Niedersachsenlied“ glossierte Wilfried Buletta ernste und heitere lokale Ereignisse des vergangenen Jahres.